Corona-Pandemie: Hilfen und Tipps für Selbstständige

Moritz Lampkemeyer 23. März 2020 0
Corona-Pandemie: Hilfen und Tipps für Selbstständige

Laut einer Umfrage von Jimdo fühlen sich 65% der befragten Selbstständigen durch das Coronavirus existenziell bedroht (Stand 12.03.2020). Auf dieser Seite sammeln wir deshalb nützliche Informationen und Links, die euch als Selbstständigen dabei helfen sollen, die Pandemie zu überstehen.

⚠️ Update 23. März:

Wir haben uns gefragt, was wir tun können, um Selbstständigen zu helfen? Das möchten wir wissen und eure Situation besser verstehen. Dazu haben wir eine 
➡️ Umfrage ⬅️ erstellt. Einige Vorschläge sind schon drin.


Bitte gerne teilnehmen und verbreiten!

Inhaltsverzeichnis (Stand 23.03.2020):

Allgemeine Informationen 

Finanzielle (Sofort-) Hilfe für KMU, Freiberufler und kleine Selbstständige nach Bundesländern

Weitere Tipps zur Sicherung von Liquidität

Tipps für Steuerberater

Finanzielle Tipps im Fall einer Erkrankung/Quarantäne

Tipps für Unternehmer mit Mitarbeitern

corona selbststaendige

Quelle: @MatHenze

Allgemeine Informationen 

Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie

Zunächst einige generelle Links auf denen du stets aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie finden solltest:

Bund setzt Corona-Soforthilfe für Kleinstunernehmen und Solo-Selbstständige auf

Update 23. März: Das BMWi hat heute Eckpunkte der Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige beschlossen:

  • Bis zu 9.000 Euro mit bis zu fünf Mitarbeitern
  • Bis zu 15.000 Euro mit bis zu 10 Mitarbeitern
Damit sollen insbesondere die wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller gesichert und akute Liquiditätsengpässe wegen laufender Betriebskosten überbrückt werden, zum Beispiel Mieten und Pachten, Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten.

Die Antragsstellung soll dabei möglichst elektronisch möglich sein. Sobald wir weitere Informationen bekommen, verlinken wir sie hier.

Update 19. März: Wie die Zeit berichtet, möchte das Bundeskabinett am Montag unter anderem einen 40 Milliarden Euro schweren Soforthilfefonds für Freiberufler und kleinere Selbstständige auf den Weg bringen, nachdem die bisherigen Maßnahmen zwar dankbar, aber einigermaßen ratlos und mit berechtigter Kritik aufgenommen wurden (s. unten).

Laut Spiegel Online sollen zehn Milliarden des "Solidaritätsfonds" als Soforthilfe zur Verfügung gestellt werden, um Liquidität zu sichern. Die restlichen 30 Milliarden sind für Darlehen eingeplant.

Im Gespräch mit der WELT ordnet der ifo Präsident Clemens Fuest die geplanten Maßnahmen ein:

Dass die kleinen Unternehmen und Solo-Selbstständigen so stark betroffen sind, das hat ja mit den Maßnahmen zur Epidemie-Eindämmung zu tun und hier brauchen wir jetzt neue Instrumente. Die muss man sorgfältig entwickeln, das muss administrativ umsetzbar sein und das geschieht.

Insofern würde ich sagen die Bundesregierung handelt hier entschlossen, Schritte in die richtige Richtung. Das ist aber sicherlich noch nicht alles, man wird beobachten wie die Lage sich entwickelt und dann eventuell nochmal nachlegen.

Wir informieren hier, sobald wir weitere Informationen zu Details und der Antragsstellung haben.

Update 17. März: Das BMWi hat umfassende Hilfen und Unterstützung für Unternehmen zugesichert. Auch kleine Selbstständige und Freiberufler sollen die Maßnahmen laut BMWi in Anspruch nehmen können.

Auf der Website des BMWi kannst du immer die aktuelle Version des Dokuments abrufen.

Fraglich ist, ob die versprochene Unterstützung tatsächlich ausreicht, um bestimmten Gruppen von Selbstständigen wirklich zu helfen.

Die @HartingHelpline ist eine Kanzlei aus Berlin, die Unternehmern, Freelancer und Einrichtungen eine kostenlose telefonische Erstberatung rund um Corona anbietet. 

Deshalb wollen wir möglichst viele Maßnahmen aus der Community sammeln, wie beispielsweise eine mögliche Anpassung der KSK-Beiträge oder die verstärkte Suche nach einer (befristeten) Festanstellung bzw. neuen Projekten.

Schickt uns gerne eure weiteren Vorschläge oder Hinweise direkt an moritz@fastbill.com oder kommentiert diesen Artikel.

Corona-Checkliste der IHK Frankfurt

Die IHK Frankfurt hat eine Checkliste zur Verfügung gestellt, die du durchgehen kannst, um einen besseren Überblick über alle möglichen Maßnahmen zu bekommen. 

Ab Seite 6 geht ums Eingemachte: Die Liquidität. Auch wenn natürlich alles auf Hessen angepasst ist, sollten die Maßnahmen zumindest einen Überblick geben, um dann auch gezielt Hilfe im eigenen Bundesland in Anspruch zu nehmen.

Österreich: Übersicht der Maßnahmen

Die Wirtschaftskammer Österreich hat eine Corona-FAQ für Unternehmen erstellt. Unser erster Eindruck ist, dass dort alle wichtigen Informationen für Selbstständige aus Österreich sehr gut zusammengefasst werden.

Wenn ihr also aus Österreich kommt und Hilfe sucht, schaut unbedingt bei der WKÖ vorbei!

Finanzielle (Sofort-) Hilfe für KMU, Freiberufler und kleine Selbstständige nach Bundesländern

Baden-Württemberg: Soforthilfe digital beantragen

Auch Baden-Württemberg legt ein Soforthilfe-Programm für gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe auf. Der Clou: Die Finanzspritze lässt soll sich wohl digital beantragen lassen.

Bitte haben Sie noch bis Mittwochabend (25. März 2020) Geduld, bis Sie den vollelektronischen Antragsprozess in Anspruch nehmen können. 

Die Soforthilfe ist gestaffelt von 9.000 für Solo-Selbstständige bis hin zu 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern.

Bayern: Soforthilfe auch für KMU, Einzelunternehmer und Freiberufler

Der Freistaat Bayern hat in einer Pressemeldung mitgeteilt, dass insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung stehen, um die Liquidität von betroffenen Unternehmen zu sichern.

Mit diesem Gesamtpaket zeigen wir unsere Entschlossenheit, möglichst viele Unternehmen zu retten. Ziel ist es, die Liquidität der Firmen, die Kernsubstanz unserer Wirtschaft und so viele Arbeitsplätze wie möglich über die Krise zu retten.

Auch "Freiberufler, Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern in Bayern" können Fördermittel zur Sicherung der Liquidität beziehen.

Die Soforthilfe wird gestaffelt und soll schnell und unbürokratisch ausbezahlt werden. Die Staffelung: bis fünf Mitarbeiter 5.000 Euro, bis zehn Mitarbeiter 7.500 Euro, bis 50 Mitarbeiter 15.000 Euro, bis 250 Mitarbeiter 30.000 Euro.

Das Antragsformular und alle Informationen sind auf der Website des BStMWi verfügbar.

Berlin: Zwei Arten von Soforthilfe geplant

Update 18. März: Wie der Tagesspiegel berichtet, plant der regierende Bürgermeister Berlins ein "unbürokratisch und schnell umsetzbares" Programm zur Soforthilfe für KMU und Freiberufler.

Bis zu 15.000 Euro sollen pro Person ausgezahlt werden, um vor allem Kreative, aber auch andere Gruppen von Selbstständigen zu unterstützen.

Sobald wir weitere Informationen zu Details des Programms haben, ergänzen wir sie an dieser Stelle.

Update 19. März: In einer Pressemitteilung teilt der Berliner Senat mit, dass es ein weiteres Soforthilfe-Programm geben wird, das sich explizit an Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer richtet. Von bis zu 5.000 pro Person ist die Rede.

Weitere Informationen sollen "zeitnah auf der Website der IBB veröffentlicht" werden.

Brandenburg: Soforthilfeprogramm für KMU und Freiberufler

In einer Pressemitteilung kündigt MWAE Brandenburgs an, dass kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler mit Soforthilfen zwischen 9.000 und 60.000 Euro unterstützt werden sollen.

Die Staffelung sieht dabei wie folgt aus:

bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9.000,- EUR,
bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000,- EUR,
bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000,- EUR,
bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000,- EUR

Ab dem 25. März sollen die Anträge dazu gestellt werden können.

Bremen: Task-Force unterstützt auch Freiberufler und Kleinunternehmer

Das Land Bremen hat eine Task-Force eingerichtet, an die sich von der Corona-Pandemie betroffene Freiberufler, Künstler und Kleinunternehmer gezielt wenden können.

Wir besprechen mit Ihnen, wer den entstehenden Liquiditätsbedarf decken kann: Über die Hausbanken stehen Ihnen Betriebsmittelkredite mit Haftungsfreistellungen durch die KfW oder die Bürgschaftsbank Bremen zur Verfügung. Wenn es keine Hausbank gibt oder diese zu einer Kreditvergabe nicht bereit ist, kann die BAB weiterhelfen. Die Experten klären im Einzelfall das beste Vorgehen mit Ihnen gemeinsam.

Soforthilfen sind nach unserem bisherigen Kenntnisstand nicht geplant. Sobald uns weitere Informationen vorliegen, ergänzen wir diese hier.

Hamburg: Soforthilfe für Selbstständige und Kleinunternehmer

Der Hamburger Senat hat am 19.03. in einer Pressemitteilung verkündet, dass auch die Hansestadt ein eigenes Soforthilfe-Programm aufsetzt. Zwischen 2.500 Euro für Solo-Selbstständige und 25.000 für Unternehmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern sollen ausgezahlt werden.

Ein vorläufiges Zehn-Punkte-Programm, das in Teilen noch am Freitag vom Senat beschlossen werden muss, enthält zudem weitere Maßnahmen wie Kredite und Stundungen von Steuern, Gebühren und Gewerbemieten in städtischen Gebäuden.

Zur Antragsstellung sind uns bisher keine Informationen bekannt. Wir ergänzen diese, sobald sie uns vorliegen.

Hessen: Steuerliche Soforthilfen für alle Unternehmen geplant

In der Pressemitteilung vom 19.03. kündigt Hessens Finanzminister an, dass es steuerliche Soforthilfen für Unternehmen geben soll. "Darunter fallen auch Freiberufler und sehr kleine Unternehmen" heißt es.

In der aktuellen Corona-Krise helfen wir den betroffenen Unternehmen und setzen auf Antrag die in 2020 gezahlte Sondervorauszahlung auf ‚Null‘ herab. Anschließend erhalten die Unternehmen die bereits gezahlte Steuervorauszahlung erstattet, sofern sie nicht mit anderen Zahllasten zu verrechnen ist.

Weitere Maßnahmen zur steuerlichen Entlastung wurden ebenfalls angekündigt:

  • Zinsfreie Stundung von fälligen Steuerzahlungen
  • Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages
  • Anpassung der Vorauszahlungen bei der Gewerbesteuer
  • Stundung von Gewerbesteuern
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
  • Keine Erhebung von Säumniszuschlägen

Diese Maßnahmen wurden auch teilweise bereits vom Bund in der initialen Pressemitteilung zum Schutzschirm für Beschäftigte und Unternehmen angekündigt.

Niedersachsen: Liquiditätszuschuss geplant

Im "Kleingedruckten" der Corona-FAQ des MW Niedersachsens haben wir die Info gefunden, dass auch in diesem Bundesland ein Soforthilfe-Programm geplant sei.

Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten sollen einen einmaligen Liquiditätszuschuss von bis zu 20.000 Euro beantragen können. Dieser Zuschuss wird gestaffelt nach der Anzahl der Betriebsangehörigen zur Verfügung gestellt.

Es wird intensiv an den Details gearbeitet und der Landtag muss dem Vorhaben zustimmen. Ab dem 25. März soll eine Antragsstellung möglich sein.

Nordrhein-Westfalen: Soforthilfe für Unternehmen mit 10-50 Mitarbeitern

Das Land NRW teilte in einer Pressemitteilung mit, dass es die Soforthilfe der Bundesregierung um ein Programm für Unternehmen mit zehn bis 50 Mitarbeitern erweitern will.

Darüber hinaus plant die Landesregierung das Sofortprogramm des Bundes aufzustocken und zusätzlich Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro zahlen

Sobald das Kabinett das Programm verabschiedet hat, soll die Öffentlichkeit informiert werden.

Saarland: Soforthilfe für kleinere Selbstständige geplant

Auch das Saarland kündigt in einer Pressemitteilung am 19.03. an, dass Soforthilfen für kleinere Selbstständige an. Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern und nicht mehr als 700.000 Euro Umsatz oder 350.000 Euro Bilanzsumme können mit einem Zuschuss rechnen.

Von den Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohte Unternehmen können so 3.000 bis 10.000 Euro Soforthilfe bekommen. Alle Maßnahmen sollen am Dienstag, 24. März, offiziell vom saarländischen Ministerrat beschlossen werden. Danach sind auch alle Formulare auf www.corona.wirtschaft.saarland.de verfügbar.

Wir halten euch auch hier auf dem Laufenden.

Schleswig-Holstein: Soforthilfe für KMU und Selbstständige

Auch Schleswig-Holstein verkündet in einer Pressemitteilung, dass es zeitnahe und unbürokratische Hilfen für Freiberufler, Selbständige, Kulturschaffende und Unternehmen geben soll.

2.500 Euro sind für Solo-Gewerbetreibende und Solo-Selbständige eingeplant. 5.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit 1 bis zu 5 Mitarbeitern vorgesehen. Für Gewerbetreibende und Selbständige mit bis zu 10 Mitarbeitern stehen 10.000 Euro bereit.

Anträge sollen ca. ab dem 25. März gestellt werden können.

Thüringen: Soforthilfeprogramm auch für KMU und Freiberufler

In einer Pressemitteilung kündigte das Thüringer Wirtschaftsministerium am 18.03. ein Soforthilfeprogramm an "über das Klein- und Kleinstunternehmen, aber auch Freiberufler unbürokratisch und schnell eine Entschädigung in Form eines einmaligen, direkten Zuschusses von – je nach Unternehmensgröße – bis zu 30.000 Euro erhalten könnten."

Insgesamt 1,5 Milliarden Euro sollen von der EU und dem Land für den "Schutzschirm für Unternehmen und Beschäftigte" zur Verfügung gestellt werden.

Sobald wir weitere Informationen zur Antragsstellung haben, fügen wir diese hier ein.

Weitere Tipps zur Sicherung von Liquidität

Kontist: Steuerentlastung per Online-Formular

Unsere Freunde von Kontist waren fleißig und haben etwas Tolles für euch entwickelt: Ein Formular zur unkomplizierten Beantragung von Steuerentlastung. Formular klingt dabei sperriger als es ist.

Du gibst einfach deine Daten ein und Kontist generiert dir automatisch einen Brief, den du per E-Mail, Post oder Fax an dein Finanzamt schicken kannst. Die Dokumente sind von Anwälten geprüft, also alles safe!

Facebook kündigt finanzielle Unterstützung an

Facebook kündigt ebenfalls ein großes Hilfspaket für Unternehmen an.

Facebook is offering $100M in cash grants and ad credits for up to 30,000 eligible small businesses in over 30 countries where we operate. We’ll share more details as they become available.

100 Millionen Dollar Cash und Werbeguthaben für bis zu 30.000 kleine Unternehmen aus über 30 Facebook-Ländern. Wir sind gespannt auf die Details!

Überbrückung mithilfe von Krediten und Förderungen

Mit Sicherheit nicht das erste Mittel der Wahl, aber immerhin eine Möglichkeit um Liquidität zu sichern, ist die Aufnahme eines Kredits bzw. - attraktiver als ein Kredit - die Beantragung einer Förderung. Dabei wurden die Bedingungen für Unternehmen aller Größenordnungen gelockert.

Konkrete Informationen für deine individuelle Situation bekommst du wie im Tweet angegeben bei der Coronavirus-Hotline des BMWi unter 030 18615 1515.

Steuerliche Entlastung für Selbstständige

"Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, werden die Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung verbessert" heißt es im Dokument des BMWi.

Das bedeutet konkret:

  1. Erleichterte Gewährung von Stundungen ohne strenge Anforderungen
  2. Leichtere Anpassungen von Vorauszahlungen inkl. schneller Herabsetzung der Steuervorauszahlungen
  3. Verzicht von Vollstreckungsmaßnahmen bzw. Säumniszuschläge bei Betroffenheit von COVID19-Auswirkungen
  4. Auch die Zollverwaltung und das Bundeszentralamt für Steuern sollen Steuerpflichtigen entgegenkommen

Taxi Times hat dazu eine unkomplizierte Anleitung zur Beantragung von steuerlichen Erleichterungen veröffentlicht.

KSK-Beiträge reduzieren

Eine weitere Möglichkeit die Liquidität kurzfristig zu verbessern, kommt von @bov auf Twitter und betrifft alle, die bei der KSK versichert sind.

Mithilfe des verlinkten Formulars der KSK kann so kurzfristig eine Senkung der Beiträge erwirkt werden.

Festanstellung/Projektarbeit

Eine weitere Möglichkeit, um eventuell ausgefallene Aufträge zu kompensieren, ist die Suche nach neuen Aufträgen, Projekten oder einer Festanstellung.

Klingt trivial und das ist es auch, aber manche Firmen sind nicht oder kaum von der Pandemie betroffen. Jobbörsen wie die von @ole_vwdilab sind eine Chance, um die Ausfälle gering zu halten.

Technologie nutzen, zu Spenden aufrufen

Gerade Kreative wie Autoren, Musiker und ähnliche Berufe sind aufgrund der öffentlichen Bestimmungen aufgeschmissen, da Konzerte oder Lesungen abgesagt werden müssen.

Um kleine Events im Internet abzuhalten, braucht es nicht viel. Ein Smartphone reicht, um eine Lesung zu übertragen oder ein kleines Wohnzimmer-Konzert zu veranstalten.

In diesem Rahmen können Spenden gesammelt werden, zum Beispiel via PayPal, BuyMeACoffee oder Patreon. Auch Hinweise auf veröffentliche Werke oder Merchandise können helfen, um kurzfristig etwas Geld in die Kasse zu spülen.

Wer nicht selbst betroffen ist, kann seinen Lieblings-Künstler oder das Restaurant um die Ecke fragen, wie eine Unterstützung möglich ist.

Erstattung von Bahntickets

Auf der Website der Bahn zu Corona findest du Informationen zur Stornierung und Erstattung von Bahntickets. Bis einschließlich 13.03.2020 gekaufte Tickets kannst du bis zum 30.06.2020 flexibel nutzen.

Gebuchten Tickets mit Reisetag bis zum 30.04.2020 kannst du kostenfrei in einen Reisegutschein im Wert deines Tickets umwandeln lassen, auch bei Super Sparpreisen und Sparpreisen.

Anträge auf Erstattung nimmt die Bahn auch nach deinem eigentlichen Reisetag entgegen.

Corona-Unterstützung von Startnext

Bei Startnext wurde eine Themenseite eingerichtet sowie ein Hilfsfonds aufgesetzt, damit Kreative und Gründer*innen schnell und unkompliziert Cash aus einem Crowdfunding bekommen können. Dazu wurden auch die Bedingungen für Projekte gelockert:

Wir verringern die Komplexität eines Projektes, setzen das Alles-oder-Nichts-Prinzip aus und erstatten die Transaktionsgebühren komplett. Das bedeutet, jedes Projekt erhält jeden eingezahlten Euro ausgezahlt.

Schaut mal rein, solange noch was im Topf ist.

Informationen für Steuerberater

Die Bundessteuerberaterkammer hat einen FAQ-Katalog zur Beantwortung der am häufigsten gestellten Fragen zur Corona-Pandemie auf ihrer Website veröffentlicht.

Auch für Unternehmer und Selbstständige finden sich hier nützliche Informationen.

Initiativen für finanzielle Unterstützung

Es gibt verschiedene Initiativen, die sich für eine finanzielle Unterstützung während der Pandemie einsetzen:

Verdienstausfall wegen Erkrankung am Coronavirus/Quarantäne

Bei einer Erkrankung an Corona bzw. einer Quarantäne hast du laut Paragraph 56 des Infektionsschutzgesetzes einen Anspruch auf Entschädigung für den Verdienstausfall.

Dazu musst du innerhalb von drei Monaten nach der Maßnahme einen Antrag bei der zuständigen Behörde deines Bundeslandes stellen, wobei diese leider unterschiedlich sind.

Während in Hessen beispielsweise die Gesundheitsämter zuständig sind, kümmern sich in Bayern die Bezirksregierungen um die Anträge. Ein Anruf bei deinem Bürgeramt oder beim Gesundheitsamt sollte schnell Klarheit schaffen.

Infos für Unternehmer mit Mitarbeitern

Beschäftigst du Mitarbeiter, hast du verschiedene Möglichkeiten um finanzielle Einbußen abzufangen.

Vereinfachte Kurzarbeit

Bleiben die Aufträge aus, kannst du früher Kurzarbeitergeld beantragen. Das ist nun bereits möglich, wenn 10% deiner Beschäftigten nicht mehr genug zu tun haben. Vorher musste ein Drittel deiner Mitarbeiter ohne ausreichend Arbeit sein.

Das Formular für die Beantragung von Kurzarbeit findest du direkt bei der Arbeitsagentur.

Ausfälle von Mitarbeitern

Fallen deine Mitarbeiter wegen einer Erkrankung an Corona aus, lassen sie sich einfach ganz normal krankschreiben und bekommen  ihr Gehalt weiterhin ausgezahlt.

Geht es "nur" um eine Quarantäne, kommt es darauf an, ob deine Mitarbeiter gesund genug sind, um arbeiten zu können und ob sie im Home Office arbeiten können.

Können sie in Quarantäne nicht arbeiten, greift auch hier das Infektionsschutzgesetz und die zuständige Behörde entschädigt dich.

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