Work Life Balance: 5 sofort anwendbare Maßnahmen für ein ausgewogeneres Leben

Julian Moeser 25. Juni 2015 7
Work Life Balance: 5 sofort anwendbare Maßnahmen für ein ausgewogeneres Leben

Work Hard. Play Hard. Es scheint, als wäre dieser Spruch zum Leitbild der heutigen Zeit geworden. Startups arbeiten oft bis spät in die Nacht. Agenturen lassen ihre Mitarbeiter Überstunden ackern. Freelancer stehen unter immer größerem Leistungsdruck, da die Konkurrenz – dem Internet sei Dank –  für den Auftraggeber nur einen Klick entfernt ist. 

Kurzum, wir opfern für die Arbeit immer mehr Freizeit.  Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, ist klar.

Work Life Balance als Achtsamkeits-Parameter

Work Life Balance, das klingt am Anfang nach einem Buzzword der Generation Y. Ob das der Wahrheit entspricht, muss jeder für sich entscheiden. Fakt ist, dass mit dem Begriff „Work Life Balance“ einem Verhalten ein Rahmen gegeben wurde, das vorher keinen hatte. Ich spreche von der Achtsamkeit. Und zwar von jener, die wir unserem Körper im Arbeitsalltag schenken müssen.

Früher war es verpönt, pünktlich die Arbeit zu beenden, um beispielsweise einem Hobby nachzugehen. Die gestiegenen beruflichen Anforderungen zwingen uns jedoch zum umdenken. Die Etablierung der Work Life Balance ist daraus nur die logische Folge. Wer sich mit der Begründung verabschiedet „Ich muss etwas für meine Work Life Balance tun“, der gilt als beherrscht, achtsam und entschlossen.

Folgen einer unausgeglichenen Work Life Balance

Eine Forsa-Umfrage belegt, dass jeder fünfte Deutsche unter Dauerstress leidet. Selbst unsere Kinder stehen in der Schule unter erhöhtem Druck. Was in früheren Zeiten nur Workaholics zugeschrieben wurde, erhält also Einzug in den Gesellschaftsalltag.

Dass ein übermäßig erhöhter Stresspegel und dauerhafte Überlastung zu Krankheiten führen ist allgemein bekannt und wissenschaftlich belegt.

Die häufigsten Stressfolgen sind:

  • Bluthochdruck und damit verbundene Schäden am Gefäßsystem
  • Erhöhtes Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko
  • Burn Out Syndrom und Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Geschwächtes Immunsystem und dadurch höhere Anfälligkeit für Krankheiten
  • Vereinsamung, durch die Priorisierung der Arbeit vor Freunden und Familie
  • Erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken, da unter Stress eine vermehrte Ausschüttung des Hormons Kortisol entsteht

Ein weiteres Risiko ist das Antrainieren von ungesunden und risikoreichen Verhaltensweisen, um den Stress zu kompensieren. Nicht selten entstehen daraus Süchte (Rauchen, Alkohol). Auch eine ungesunde Ernährung (erhöhter Fett- und Zuckerkonsum) sind häufig zu beobachten. Was genau in unserem Körper passiert, wenn wir unter Stress leiden, kannst du hier nachlesen.

work-life-balance

Work Live Balance Maßnahmen

1. Behalte nicht alles im Kopf

Je mehr wir uns merken müssen, desto stärker ist die Hirnaktivität. Und ja – denken verbraucht tatsächlich Kalorien, sprich „Energie“. Wenn du also das Gefühl von dauerhafter Antriebslosigkeit oder Belastung hast, befreie dich von Gedanken und Dingen, die du dir merken musst. Notiere einfach alles in ein Heftchen oder per App auf dem Smartphone.

2. Sei nicht dauerhaft verfügbar

Die Techniker Krankenkasse spricht in ihrem „Stress Report“ von den „jungen Onlinern“. Demnach sind 28% der Menschen in Deutschland „always on“. Diese ständige Erreichbarkeit führt auch in unserem Kopf zu einem „immer-auf-Abruf-Modus“, welche den Körper daran hindert komplett abzuschalten, sich zu entspannen und neue Energie zu tanken. Vergleichbar ist dies mit Feuerwehrleuten, die während ihres Dienstes auch nicht schlafen, sondern „ruhen“. Das Wissen, jederzeit könnte ein Einsatz kommen, verhindert die totale Entspannung.

Das Gegenmittel: Flugmodus. Schalte einfach mal ab. Zum Beispiel das Smartphone nach Feierabend. Oder die Mail-Benachrichtigungen auf dem Laptop. Mehr dazu findest du in diesem Beitrag.

3. Gib Aufgaben ab

Musst du in deinem Job wirklich alles selbst tun? Oder gibt es nicht vielleicht Dinge, die delegiert oder gar gestrichen werden können? Nimm dir die Zeit, deinen Arbeitsalltag zu reflektieren und hinterfrage jeden Arbeitsschritt. Wenn du nur das wirklich wichtige tust, wirst du merken, dass ein Arbeitstag plötzlich viel stressfreier ist.

4. Fülle Energiereserven bewusst auf

Jeder Mensch braucht einen Kanal, über den er Stress abbauen und mentale Energie tanken kann. Sozusagen ein „Kopf-Frei-Hobby“. Für mich ist das mein Mountainbike. An der Elbe entlang fahrend vergesse ich die Verpflichtungen des Alltags und genieße einfach die Ruhe und das Treiben auf dem Wasser. Doch es muss nicht immer Sport sein. Suche dir einen individuellen Kanal, um deinen Stress abzubauen.

5. Vereinbare Termine mit dir selbst

Freizeit ist wichtig. Ob mit der Familie, mit Freunden oder auch allein. Nimm dieses Bedürfnis ernst und setz‘ dir Termine in deinem Kalender, an denen du etwas für die Seele tust. Ob das ein Ausflug mit der ganzen Familie in den Freizeitpark ist, oder eine Stunde allein vor dem PC, in der du endlich die Artikel liest, die schon so lange als Lesezeichen im Browser schlummern. Ein bisschen Quality Time steht jedem zu.

Hilfreich kann auch eine Tradition sein. „Jeden Tag nach der Arbeit lese ich 10 Seiten in meinem Buch.“ wäre nur eine denkbare Variante

 

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7 Kommentare

  • […] bändigen lassen, im Verlauf der Woche immer mehr werden und auch abends für ruhelose Gedanken und eine unausgeglichene Work-Life-Balance sorgen. Oft spielen wir mit der Frage, wie wir das alles nur bewältigen […]
  • Zum Thema "Work hard, play hard" aus deiner Einleitung, finde ich Erich Fromms "Haben oder Sein" sehr hilfreich, um zu verstehen, wo wir sind und warum wir so funktionieren.
  • Hey Julian,


    ich kenn das nur zu gut. Wochenenden werden durchgearbeitet und man muss sich zwingen Feierabend zu machen damit man nächsten Tag auch wieder früh aufstehen kann.
    Schöner Artikel der zum nachdenken anregt.


    LG Michael
  • […] ich kann mich aber zunehmenden besser dazu zwingen, früher anzufangen mich vorzubereiten. Work Life Balance spielt dabei eine große Rolle, denn es fällt mir schwer nicht dauerhaft erreichbar zu sein, ein […]
  • Die Gesundheit geht echt vor. Deswegen finde ich den Artikel echt gut in Zusammenhang mit unserem eigenen Wohlbefinden. Einen Tag sollte man sich mindestens eine Auszeit nehmen!
  • Es gibt noch einen wichtigen Punkt. Loslassen. Man muss nicht alles allein machen und schaffen, auch Dinge loslassen kann helfen weniger Stress zu haben. Ich als Freelancer hatte damals die Einstellung ich müsste jeden Kunden bedienen, egal wie stressig er ist. Jetzt weiß ich es besser. Raubt mir ein Auftraggeber z.B. durch eigene Dusseligkeit zu viel Zeit und Nerven, beende ich die Zusammenarbeit lieber. Und automatisch habe ich mehr Zeit für neue Dinge, die dann meist auch von ganz allein passieren....

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