Warum jedes Unternehmen einen YouTube-Kanal haben sollte

Marvin Gerste 11. November 2015 1
Warum jedes Unternehmen einen YouTube-Kanal haben sollte

Wir leben im Zeitalter der unbegrenzten Informationsmöglichkeiten und genau deswegen fällt es schwer sich als Unternehmen im Internet zu positionieren. Eine eigene Webseite gehört zum guten Ton, doch deren Inhalte sind – abgesehen vom Corporate Blog – meist statisch.

Jedoch wird ein solcher Blog bis Dato nur von wenigen Firmen betrieben. Facebook liegt da schon näher und bietet viele Vorteile, weil man direkt mit Kunden und potentiellen Interessenten interagieren kann. Wovor sich jedoch fast alle scheuen, ist einen eigenen YouTube-Kanal zu betreiben. Dieser Artikel soll die Vorzüge der Vermarktung per Video aufzeigen und den Einstieg erklären.

Welche Unternehmens-Videos sind interessant?

YouTube nutzen Publisher mittlerweile sehr unterschiedlich.

Manche zeigen Tutorials, also Anleitungen zum Nachahmen. Andere präsentieren sich in sogenannten Video-Tagebüchern (Vlogs). Andere wiederum filmen ihren ganz normalen Alltag. Aber wie sollte sich ein Unternehmen auf YouTube darstellen?

Eine komplexe Strategie zu erarbeiten ist stets eine individuelle Herausforderungen. Dennoch möche ich hier ein paar Anregungen liefern:

  • Firmenvorstellung
  • Einblicke in die Produktion
  • Aktionen & Gewinnspiele
  • Aktuelles & Neuheiten
  • Tutorials & Screencasts

Hier findest du die FastBill Academy auf Youtube


Das erste Video auf YouTube sollte immer eine konkrete, kurze und knackige Firmenvorstellung sein. Diese allein kann schon zahlreiche Interessenten auf weiterführende Informationen lenken, die sie dann wiederum auf der Webseite, dem Blog oder bei Facebook finden.

Mit „Einblicke in die Produktion“ meine ich „transparent sein“. Ehrliche Videos mit Mehrwehrt, die einen hinter die Kulissen blicken lassen. Sei es in einem produzierenden Gewerbe, der Industrie oder im Büroalltag. Vielleicht die wichtigsten Mitarbeiter kurz von sich und ihrer Tätigkeit sprechen lassen? Das Stichwort ist Storytelling!

Wer schon eine Facebook-Seite besitzt, der kann natürlich die verschiedenen Medienkanäle vernetzen. Hilfreich sind hierbei Neuheiten und aktuelle Informationen zum Unternehmen. Noch effektiver funktionieren Gewinnspiele, Aktionen und Rabatte, welche dann mit entsprechenden Hashtags noch mehr Reichweite erzielen und vielleicht sogar zum viralen Hit werden.

YouTube und Facebook zusammen können nämlich extrem große Reichweiten erzielen. Der Aufwand einer Videoproduktion liegt zwar deutlich höher als der für einen Facebook-Post, aber der Nutzen ist im Idealfall um ein Vielfaches größer.

YouTube als Ergänzung zum bestehenden Marketing

Wie eingangs bereits erwähnt, ist das Umfeld der Mitbewerber je nach Branche engmaschig und als Unternehmer sollte man jede Gelegenheit zur Präsentation wahrnehmen. Nimm einen deiner wichtigsten Suchbegriffe mit denen du bei Google gefunden werden willst.

Im optimalen Fall steht deine Webseite dazu auf Platz 1. Dennoch klickt ein Teil der Suchenden aus Prinzip konsequent auf das zweite und dritte Ergebnis. Diese Streuverluste sind unvermeidbar.

Da wäre es doch ideal, wenn du auch noch diese beiden Positionen in den Suchergebnissen besetzen könntest. Eher selten wird dies noch einmal deine Webseite zum Suchbegriff sein. Eine Facebook-Seite und ein YouTube-Kanal stellen hingegen eigenständige Plattformen dar und können daher unabhängig von deiner Website auf diesen Positionen ranken.

Außerdem lenkt YouTube als zweitgrößte Suchmaschine der Welt selbst auch noch einigen Traffic auf deine Videos und dann über die Videobeschreibung auf deine Unternehmensseite.

Dafür ist es wichtig aussagekräftige und authentische Titel zu verwenden, sowie grundlegende YouTube SEO Maßnahmen anzuwenden.

Die ersten drei Zeilen der Videobeschreibung sind sehr wertvoll. Beschreibe kurz und prägnant den Inhalt des Videos und verwende wichtige Suchbegriffe. Spätestens in der dritten Zeile sollte ein „schöner“ Link stehen.

Denn alles danach muss der Nutzer durch „Mehr anzeigen“ anklicken, was wiederum zu Streuverlusten führt. Verwende außerdem ein bis zwei Hashtags in der Beschreibung bzw. dem Titel.

Erschaffe eine Präsenz/Marke auf YouTube, indem du eigene Hashtags kreierst.

To-Do-Liste für Unternehmer auf YouTube

Wenn du dich noch nie mit Videomarketing beschäftigt hast, will ich dir abschließend noch ein paar Zeilen zum Abarbeiten an die Hand geben:

  • Erstelle ein Konzept worin du festhältst, was du wie präsentieren willst
  • Lege dir ein separates Google-Konto für YouTube an
  • Wähle dabei denselben Namen wie den deines Unternehmens
  • Sollte er schon vergeben sein, verwende den Zusatz „Offiziell“
  • Lege dir eine Kamera mit guter Bild- und Tonqualität zu
  • Das erste Video sollte dein Unternehmen vorstellen
  • Dieses kannst du dann auch direkt als Kanal-Trailer verwenden
  • Plane regelmäßige Videoveröffentlichungen
  • Erzähle potentiellen Zuschauer davon
  • Gestalte Aktionen um Interaktionen hervorzurufen
  • Präsentiere dich ehrlich und authentisch. Hochglanzpolierte Eigenwerbung gibt es genug

Somit wäre der Anfang gemacht und wer jetzt noch denkt, es sei den Aufwand nicht wert, der solle sich vorstellen, dass es die Konkurrenz vielleicht selbst schon macht und sich damit einen entscheidenden Vorteil verschafft. Die Suchen von YouTube und Google liefern je nach Branche sowie Zielgruppe tausende von kostenlosen Besuchern, die womöglich auch Interesse an deinen Produkten und Dienstleistungen haben. Du musst nur wissen, wie du das Medium YouTube verwenden solltest.

Aber dieser Lernprozess lässt sich nicht mit einem Artikel beschreiben. Ich hoffe dennoch dein Interesse zur Vermarktung auf YouTube geweckt zu haben.

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1 Kommentar

  • Ja, wer die nötigen Ressourcen hat, kann auf Youtube setzen - aber ein Muss ist das noch lange nicht! Nicht jedes Unternehmen hat die passenden Inhalte. So wie auch nicht jedes Unternehmen auf Instagram oder Pinterest sein muss, nur weil es "in" ist.

    Auf Youtube oder anderen Social-Media-Kanälen sollte man nur präsent sein, wenn man dort wirklich aktiv sein kann. Das heißt, wenn man genügend Ressourcen hat, um die Kanäle optimal und regelmäßig mit neuem Content zu versorgen. Verwaiste oder nur halbgar umgesetzte Channels bringen keinem etwas - so etwas wirkt unprofessionell und so geht der Schuss nach hinten los.

    Also: Nur wenn man Zeit, Geld, Manpower und eine richtige Strategie hat, sollte man auf Youtube & Co. aktiv sein. Ansonsten: Lieber Finger weg lassen und sein Budget in andere Marketingaktivitäten stecken!!

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