Schluss mit fremdbestimmter Arbeit dank Selbstmanagement

Julian Moeser 05. November 2014 2
Schluss mit fremdbestimmter Arbeit dank Selbstmanagement

Jeder bestimmt selbst, wie er sein Leben lebt. Das gilt auch für den Beruf. In meinen Artikel zum Thema „Getting things done!“ gebe ich Ihnen bereits Tipps, mit denen sie produktiver durch den Tag kommen. Die Thematik Selbstmanagement ist jedoch eine viel weitreichendere.

Selbstmanagement, was ist das?

Hinter dem Wort Selbstmanagement steckt die Absicht eines Menschen, sich durch bewusste Handlungen selbst zu führen und nicht fremdbestimmt zu werden. Diese Fremdbestimmtheit ist gerade im Arbeitsalltag ständig präsent. Durch Vorgesetzte, Richtlinien und Gewohnheiten arbeitet man die Aufgaben ab, wie es schon immer gemacht wurde. Das Hinterfragen der Dinge und eine dadurch mögliche Produktivitätssteigerung bleibt meistens aus.

Wie durchbricht man die Mauer?

Heißt: es gilt festzustellen, ob eine Fremdbestimmung überhaupt stattfindet. Hierzu hat unternehmer.de eine sehr hilfreiche Zusammenstellung an Fragen kreiert, die bei der Antwortfindung helfen:

  • Was passiert, wenn ich es nicht mache?
  • Was mache ich dafür anderes?
  • Muss ich wirklich jede E-Mail beantworten?
  • Muss ich wirklich jeden erwarteten Rückruf tätigen?
  • Muss ich wirklich jeder Besprechungseinladung folgen?
  • Was müsste ich viel eher erledigen?
  • Was bringt mich meinen eigenen Zielen näher?

Nehmen Sie sich Zeit und beantworten sie diese Fragen für sich selbst. Aus den Antworten lässt sich dann schnell erkennen, ob eine Fremdbestimmung vorherrscht.

Weg von der Fremdbestimmung, hin zum Selbstmanagement

Das oberste Ziel des Selbstmanagements im Berufs-Kontext ist das Etablieren einer Balance zwischen den persönlichen Bedürfnissen und Werten und den Anforderungen der Arbeit. Sei es durch andere Arbeitstechniken oder ein anderes Arbeitsumfeld.

Ein großer und oftmals schwerer Schritt dabei ist der, sich seinen Wünschen und Bedürfnissen zu stellen. Dazu gehört eine große Portion Ehrlichkeit. Zu sich selbst aber auch zu seinem Umfeld, dem Chef, den Kollegen oder dem Partner. Diese Ehrlichkeit allein bringt oft mehr ans Licht, als man denken mag.

Selbstmanagement heißt deshalb auch häufig erstmal: Ordnung schaffen.

Sowohl physisch, als auch psychisch. Wer viel im Kopf hat, hat meist keinen Durchblick. Deshalb sollte der erste Schritt sein, sich von unnötigem Ballast zu befreien. Stellen Sie sich Ihren Kopf als Arbeitsplatz vor. Den halten Sie doch auch ordentlich – oder versuchen es zumindest, nicht wahr?

Genau das müssen Sie mit Ihren Gedanken auch tun. Suchen Sie sich eine Möglichkeit das kognitive Chaos zu sortieren. Unwichtige oder sehr umfangreiche Ideen oder Gedanken lassen sich gut in einem Notizbuch – ob analog oder digital – festhalten. Nicht im Kopf und trotzdem verfügbar. Gleiches gilt für Termine, ToDos, Fristen und Ähnliches.

Was kann ich durch Selbstmanagement erreichen?

  • Weniger Alltagsstress
  • Mehr Freiraum
  • Produktivitätssteigerung
  • Sich selbst besser kennenzulernen

Selbstmanagement ist auch immer ein großer Lernaufwand. Denn der Ursprung des Selbstmanagements liegt in der Kybernetik, auch Steuermannskunst genannt. Diese beschreibt die Betrachtung von Prozessen und Situationen auf der System-Ebene, also emotionsloser, ganzheitlicher, zielorientierter und überblickender, als eine dezidierte Analyse. Um diesen Lerneffekt zu erhalten muss man testen, scheitern, reflektieren, erkennen und alternieren.

  • Was funktioniert für mich und was nicht?
  • Welche Methoden lassen sich in meinem Alltag umsetzen und warum?

Auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Arbeit hat einen Lerneffekt. Denn manchmal muss man nur kleine Rädchen des Systems in Gang setzen, um eine Verbesserung herbeizuführen. Und eine Tätigkeit so zu verändern, dass sie den eigenen Wünschen und Anforderungen entspricht.

Diese Wünsche orientieren sich oftmals am urmenschlichen: Natürliche Rückzugsorte findet man in der heutigen Zeit kaum noch. Wir arbeiten dann wenn wir es für richtig halten. Früher schrieb die Natur – z.B. durch das Tageslicht – die Arbeitszeit vor. Heutzutage hebeln wir diese natürlichen Strukturen und Ordnungen durch technische Errungenschaften wieder aus. Deshalb ist es wichtig sich zu besinnen und bewusst auf die Signale des Körpers und die mentalen Bedürfnisse zu reagieren.

Tipps und Tricks für mehr Selbstbestimmtheit im Leben durch Selbstmanagement

Arbeit bewusst beenden

Auf simplify.de gibt es einige schöne Beispiele, wie man Alltagssituationen gelassener und selbstbestimmter meistern und gestalten kann. Einen dieser Tricks habe ich Ihnen hier abgebildet:

selbstmanagement

Screenshot von simplify.de

Ein einfacher Trick mag sich nun der Ein oder Andere denken, aber es funktioniert tatsächlich.

Das bewusste Abschalten hilft uns ungemein bei der stressfreieren Gestaltung des (Arbeits-)Alltags.

Weniger Stress im Arbeitsalltag

Die sog. Eisenhower-Methode dient als Hilfe beim Entrümpeln. Der Papierkram auf dem Schreibtisch wird dabei in 4 verschiedene Körbe sortiert:

  • Aussortieren
  • Delegieren
  • Priorität
  • Wunder

Alles unwichtige kann auf den „Aussortieren“ Stapel, alles was weggegeben oder delegiert werden kann auf den „Delegieren“ Stapel. Auf dem „Prioritäten“ Stapel landet alles, was unbedingt bearbeitet werden muss. Und der Stapel „Wunder“ wird mit Dingen befüllt, die schnell abgearbeitet werden können (z.B. durch einfaches faxen, abheften, usw.).

Nach diesem Prinzip lassen sich jedoch nicht nur Dokumente und Akten sortieren, sondern auch Tasks. In Anlehnung an dieses Prinzip sortieren Sie sich gedanklich und hilfreicherweise auch händisch Ihre heutigen Aufgaben. Fangen Sie morgens an alles, was nicht (oder nicht mehr) gemacht werden muss zu streichen. Und alles was delegiert werden muss zu delegieren. Danach werden die Prioritätsaufgaben abgearbeitet und am Ende die „Wunder“-Aufgaben.

Dieser Aufbau ist auch in psychologischer Hinsicht sinnvoll, da Sie den Tag so mit Aufgaben abschließen können, die einen Sichtbaren Erfolg mit sich bringen. Sie haben etwas „geschafft“ und das wertet das Gehirn als Erfolgserlebnis.

Wie steht es bei Ihnen? Nutzen Sie ähnliche Techniken? Lassen Sie es mich wissen.

(Artikelbild CC by lee Scott)

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2 Kommentare

  • Selbstmanagement ist mal eine gute Methode sich selbst im Alltag nicht zu stressen. Einen guten und durchdachten Rythmus zu finden ist auch gar nicht mal so schwer.

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