Rock me Amadeus – Unser Rückblick zum Festival der Tech-Pioniere

Christian Häfner 05. November 2012 6
Rock me Amadeus – Unser Rückblick zum Festival der Tech-Pioniere

Dieses Event war anders als die anderen. Ein Festival ohne Musik und Rockbands, dafür aber in aussergewöhnlich pompöser Umgebung. Wo sonst Bälle in gehobenem Ambiente gefeiert werden, kam die Tech- und Gründerszene Europas und darüber hinaus für 4 Tage zusammen. Wir waren auf dem Pioneers Festival 2012 in der Wiener Hofburg und möchten hiermit unsere Eindrücke teilen.

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Von der Startup Week zum Pioneers Festival

Die Geschichte dieses Festivals reicht weiter als die Wochen und Monate der direkten Vorbereitung. Nicht nur das Re-Branding von der „Startup Week“ im letzten Jahr hin zum „Pioneers Festival“ ist erfolgreich geglückt. Auch die Reichweite und Relevanz in Europa hat sich vervielfacht. Denn das Team von StartEurope aus Österreich organisierte nicht nur dieses hochkarätige Event in Wien, sondern schuf mit den Gründer-Events Startup Live bereits in den letzten Monaten in über 20 europäischen Städten ein weitreichendes und internationales Netzwerk. (Unser Bericht zum Startup Live Hamburg.)

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Aber zurück zum Pioneers Festival. Nicht nur die Kulisse war anders, auch das Publikum überzeugte. So waren die Finalisten des Top 50 Startup Wettbewerbs bereits weit über die Ideenphase hinaus und präsentierten durchdachte Konzepte und funktionierende Produkte und Unternehmen, die teilweise schon deutlich mehr als 10.000 Nutzer aufweisen konnten. Gewonnen hat die Challenge übrigens Poikos, die mit einer einfachen Körpervermessung per Webcam die Retourenquote beim Online Shopping drastisch verringern wollen. Den Publikumspreis gewann die „Spaß-App für Herausforderungen unter Freunden“ Klash. Ein Teil der 25.000€ Preisgeld wird Poikos sicher in die Reinigung nach der Champagner-Dusche investieren, aber so etwas gehört auf einem Festival eben dazu. Für Klash heißt es hingegen entspannen und netzwerken im Silicon Valley im mietfreien Haus in Santa Cruz inkl. Surfboards für 4 Wochen. Tolle und verdiente Preise! Auch wir gratulieren allen Teilnehmern und Gewinnern. 

Von den Großen lernen – Erfahrungen, die wir mitgenommen haben

Es muss nicht immer gleich die große Investition oder das Silicon Valley sein um sich den Stempel „erfolgreich“ geben zu können. Das zeigte eindrucksvoll u.a. Peter Vesterbacka aus Helsinki, CMO von Rovio, den Machern hinter dem weltbekannten Spiel Angry Birds. Er erzählte aus dem Nähkästchen, wie Sie es dank eines Ausfalls einer schwedischen Olympia-Teilnehmerin zu über 100.000.000 Downloads in 2 Jahren schafften und heute u.a. Stofftiere für 25 Mio US-Dollar jährlich verkaufen. „Anders sein und auffallen“, lautete die Devise. Das zeigte sich schon bei dem Auftritt mit der Vogel-Maske, die wir uns kurzerhand später für ein Foto ausgeliehen haben. Für einen kurzen Moment wurde so aus FastBill „Angry Bill“.Festival

Mindestens genau so spannend war das Interview mit Matt Mullenweg (im Bild mit uns), der mit seinem Open Source CMS WordPress (auf dem auch dieser Blog läuft) innerhalb von knapp 10 Jahren ganze 17% globale Marktabdeckung (unter allen Websites!) erreicht hat. Er erzählte u.a., wie er seine 130 Mitarbeiter weltweit koordiniert und dabei eigentlich gar kein festes Büro hat und nur minimale Hierarchien lebt. Ein gutes Beispiel für das bürolose Büro und dafür, dass es auch ohne klassische Management Strukturen funktionieren kann.

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Etwas mehr akademisch, aber nicht weniger interessant und amüsant war der Workshop mit dem Schweizer Alexander Osterwalder, dem Erfinder des Business Model Canvas. Sein Kernaussage war „weniger blah blah, mehr machen“. Wer einen Business Plan geschrieben hat, sollte diesen verbrennen und anhand seines Modells lieber mit Post-its alle Aspekte für ein erfolgreiches Unternehmen definieren. Aufschreiben, Umsetzen, Testen, Anpassen… ein fortlaufender Prozess, der nichts mehr mit der bisherigen Art der „Business Modeling“ zu tun hat.

Aber auch alles andere wie die Bühneshows mit Parcour Läufern, das Catering, die Spielecke mit Air-Hockey & Kicker, das Pioneers-Bier und auch die abschliessende Helloween Party waren durchdacht und mit Liebe zum Detail umgesetzt. Lediglich das WLAN konnte den 2500 Besuchern nicht Stand halten, aber das sorgte für Aufmerksamkeit und „realen Austausch“ unter den Teilnehmern.

Und wir? …. waren auch dabei!

Das Event drehte sich um die Top-Startups aus ganz Europa. Zwar haben wir es nicht unter die Top 50 geschafft, aber wir haben unseren Platz bekommen und waren glücklich damit! Neben einem Pitch auf großer Bühne hatten wir noch die Gelegenheit unsere Ideen und das neue FastBill bei der Wiener Wirtschaftskammer vorzustellen. Außerdem hatten wir die Chance vielen anderen Teilnehmern von unserer Vision des papierlosen Arbeitens zu erzählen und dafür durchweg positives Feedback zu erhalten.

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Wir haben uns riesig gefreut alte und neue Bekannte zu treffen und viel gelernt über unternehmerische Unterschiede zwischen Europa und den USA. Dass Europa sich nicht mehr hinter dem Valley verstecken muss, der Meinung waren neben Peter Vesterbacka auch bekannte Größen wie Mike Butcher aus London (Techcrunch Europe). Auch das Publikum stimmte beim Showdown des 48-Stunden-Gründungs-Marathons „Clash of the founders“ eindeutig für das Team Europa.

Unser Fazit

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Große Bühne, großes Festival…auch ohne Musik und Rockbands. Denn die neuen Rockstars sind Unternehmer, vor allem die aus Europa, uns zwar nicht nur die aus Berlin. Es war ein Ausnahme-Event der europäischen Startup-Szene. Seit diesem Jahr dürfte sich Wien damit als ein weiterer Hotspot auf der europäischen Startup Karte platziert haben. Wir sind glücklich, dass Europa auch international immer mehr an Bedeutung gewinnt und werden unseren Teil weiterhin dazu beitragen.

Bis zum nächsten Jahr!

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6 Kommentare

  • […] bereits in Köln sehr von der alternativen Kulisse des Pirate Summit inspiriert wurden, setzte das Pioneers Festival in Österreich noch mal einen […]
  • Es war ein absolut schönes Event was uns auch sehr im Business geholfen hat.
  • [...] bereits in Köln sehr von der alternativen Kulisse des Pirate Summit inspiriert wurden, setzte das Pioneers Festival in Österreich noch mal einen drauf. René beim Pirate Summit in Köln. Photo by [...]
  • Danke für den super Artikel jungs!! Freu mich schon auf nächstes Jahr mit euch - sicherlich aber schon demnächst wieder in Hamburg beim nächsten Startup Live. Keep rockin' :D
    Tim
  • Gerne. Wir haben viel mitgenommen und vor allem eine gute Zeit gehabt. Freue mich jetzt schon auf´s nächste Jahr und das kommende Startup Live in HH.
    Bis dahin...Christian

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