Muss dein Steuerberater in deiner Stadt sein?

Moritz Lampkemeyer 27. Mai 2016 2
Muss dein Steuerberater in deiner Stadt sein?

Es hat einige Vorteile, deinen Steuerberater direkt vor der Haustür zu haben. Du kannst dich schnell mit ihm treffen und ihr könnt euch persönlich austauschen. Im Notfall kannst du ein wichtiges Dokument auch mal schnell vorbeibringen. Absolut verständlich, dass ein Steuerberater in deiner eigenen Stadt dir ein Gefühl von Sicherheit gibt. Doch hast du dich nicht auch schon gefragt, ob das wirklich notwendig ist? Ob dein Steuerberater wirklich in deiner Stadt sein muss? Wir denken, dass es kein Muss ist. Warum erklären wir in diesem Beitrag.

Die vielleicht wichtigste Geschäftsbeziehung

Dein Steuerberater ist dein Fels in der Brandung. Du vertraust ihm deine Existenz an. Er kennt alle Zahlen und Daten deines Unternehmens, deiner Kunden und deiner Mitarbeiter. Du vertraust ihm und dieses Vertrauen bekommst du in Form von weniger Sorgen und mehr Zeit zurück. Dein Steuerberater hält den Laden zusammen, wie man so schön sagt, damit du dich um das Wesentliche kümmern kannst: Ums Geschäft. Das ist absolut sinnvoll. Denn wenn es ein komplettes Berufsbild gibt, das sich mit Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien rund um Steuerangelegenheiten auskennt, müsste jeder deiner Tage mehr als 24 Stunden haben, damit du das auch noch alles selber machen könntest.

Die Beziehung zu deinem Steuerberater ist also vielleicht die wichtigste von allen deinen Geschäftsbeziehungen. Den richtigen Steuerberater wählst du deshalb sehr sorgfältig aus. Persönlicher Kontakt ist dabei von Vorteil. Du kannst dein Gegenüber im Erstgespräch kennenlernen und einschätzen. Der menschliche Verstand ist allerdings überholt. Zumindest ist ein menschlicher Verstand deutlich weniger effektiv, als viele von ihnen: Schwarmintelligenz ist das Stichwort. Und genau diese Schwarmintelligenz könnte auch die Ortsabhängigkeit der Steuerberater beenden.

Ortabhängigkeit ist historisch bedingt

Zwar war das Berufsbild der Steuerberater schon vor dem 6. Mai 1933 vorhanden, allerdings durfte sich damals noch jeder als Steuerberater bezeichnen. Erst das Gesetz über die Zulassung von Steuerberatern definierte ein konkretes Berufsbild. Das Gesetz wurde in den Folgejahren um Regelungen für die Zulassung erweitert. Traurigerweise wurde somit eines der wichtigsten Berufsbilder für die deutsche Wirtschaft vom Hitler-Regime definiert. Laut ursprünglicher Fassung durften z.B. Juden und Personen, die sich im kommunistischen Sinne betätigt haben den Beruf des Steuerberaters nicht ausüben.

Um nun aber zu verstehen, wieso die meisten Unternehmer noch immer Steuerberater in ihrer Stadt bevorzugen, denken wir uns mal knapp 100 Jahre zurück. Der wichtigste Punkt im Umgang mit dem Steuerberater ist die Kommunikation. Vor 100 Jahren beschränkte sich Kommunikation auf persönliche Gespräche, Briefpost und einige Telefone. Die Telegrafie kann zwar als Vorbote des Internets gesehen werden, doch war sie längst nicht so komfortabel. Und genau das ist der entscheidene Unterschied.

Steuerberater im Wohnmobil –  Internet machts möglich

Vor 100 Jahren war die Kommunikation mit deinem Steuerberater deutlich schwerer. Dazu kommt noch, dass du kaum Möglichkeiten hattest, dich über vertrauenswürdige Steuerberater zu informieren. Du musstest auf die Meinungen anderer Unternehmer aus deiner Stadt vertrauen. Mit dem Internet hat sich dein Horizont erweitert. Eigentlich gibt es gar keinen Horizont mehr, denn du kannst Informationen von der überall auf der Welt abrufen. Dasselbe gilt auch für das Knüpfen und Pflegen von Kontakten. Vielleicht kannst du sogar deine Arbeit ortsunabhängig ausüben oder arbeitest sogar schon von überall. Auch das papierlose Büro trägt einen großen Teil dazu bei.

Warum sollte das nicht auch für die Wahl deines Steuerberaters gelten? Solange er deutsch spricht und sich mit deutschem Recht auskennt, ist doch alles in Ordnung. Sogar wenn er im Wohnmobil durch die Welt fährt. Du kannst heutzutage sehr leicht mit einem Steuerberater oder -büro deiner Wahl zusammenarbeiten. Frag doch einfach mal in deinem Netzwerk, ob jemand eine Empfehlung hat oder lies dir ein paar Bewertungen durch. Auch auf Steuerberatung spezialisierte Portale gibt es mittlerweile einige. Seiten wie firma.de, steuerberaten.de oder der online Steuerberater werben mit günstigen Preisen und authentischen Testimonials. Argumente, die überzeugen und die Ausgangsfrage für uns klar beantworten: Dein Steuerberater muss nicht in deiner Stadt sein. Es ist völlig egal, wo dein Steuerberater ist, solange er einen guten Job macht.

Was auch immer die beste Lösung ist, wird sich wohl durch Schwarmintelligenz entscheiden. Vielleicht gibt es bald nur noch wenige spezialisierte Büros und viele Pauschaldienstleister im Internet. Vielleicht werden Steuerberater auch irgendwann durch Buchhaltungs-Tools abgelöst, die sowohl Steuerfragen beantworten wie auch Jahresabschlüsse erstellen können.

Was meinst du? Wie sieht der Beruf des Steuerberaters in der Zukunft aus? Schreib uns einen Kommentar, wie der Beruf sich verändern könnte!

Wenn du dir noch gar nicht sicher bist, ob du überhaupt einen Steuerberater brauchst, schau dir den Steuern-Guide von Wireless Life an. Sebastian Kühn – Gründer, Mentor und Autor – hat zusammen mit Experten und Lesern einen umfangreichen Guide erstellt und gibt auch Tipps, ab wann ein Steuerberater sinnvoll sein kann. Wenn du schon einen Steuerberater hast, aber die Zusammenarbeit etwas holprig ist, probiere doch mal FastBill aus.

Mit FastBill wirst du zum Mandanten des Monats

Dein Steuerberater kann allerdings nur dann einen guten Job machen, wenn du ihm ordentlich zuarbeitest. Dazu könntest du natürlich selbst alle Belege sammeln, deinem Steuerberater schicken und versuchen einen Überblick zu behalten. Du kannst es dir auch deutlich leichter machen und einfach FastBill nutzen. Hier hast du alle Belege und Rechnungen zusammen, bekommst einen ordentlichen Überblick über deine Finanzen und schickst alles mit einem Klick an deinen Steuerberater. Wie das geht, erfährst du im Video:

 

Buchhaltung automatisieren und Zeit sparen

Lerne in 4 einfachen Schritten, wie deine Finanzen automatisierst und nie mehr Kopfschmerzen wegen der Buchhaltung haben musst.

2 Kommentare

  • Vielen Dank für den Link zu meinem Artikel. Carsten arbeitet als Steuerberater ortsunabhängig mit "Rolling Office". Sein Wohnmobil ist sein Büro. Er ist ein gutes Beispiel dafür, was alles möglich ist, wenn man nur will.
  • Genau das war auch mein Gedanke. Sehr cooles Beispiel!

Was denkst du?

Buchhaltung automatisieren
und Zeit sparen

Lerne in 4 einfachen Schritten, wie deine Finanzen automatisierst und nie mehr Kopfschmerzen wegen der Buchhaltung haben musst.

Überzeuge dich selbst

Automatischer Beleg-AssistentBankingBusiness Apps synchronisierenBelege erfassenRechnungen schreiben

Kostenlose Tools

Mehrwertsteuer RechnerKostenlose RechnungsvorlageFinanz-Lexikon

Beliebte Beiträge

So funktioniert die EÜRNebenberuflich Selbständig machenSo kommst du zum Gewerbeschein

Mehr als 70.000 Kunden nutzen schon FastBill

Jetzt kostenlos testen!