Interview mit René Maudrich (FastBill CEO) und Christopher Plantener (Kontist CEO)

Moritz Lampkemeyer 08. Februar 2018 0
Interview mit René Maudrich (FastBill CEO) und Christopher Plantener (Kontist CEO)

Im Rahmen unserer Kooperation mit Kontist hat sich Melchior Bläse von Kontist unsere beiden CEOs, René Maudrich und Christopher Plantener, geschnappt und zu einigen Themen befragt.

Das vollständige Interview findest du hier:


Nachfolgend haben wir einige Kernaussagen, die uns sehr gefallen haben, nochmal für dich zusammengefasst. Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview!

„Belege? Keine Ahnung, was wir damit machen…“

Was Christopher Plantener da im Interview beschreibt, ist nur eine der Herausforderungen, denen er vor ungezählten Jahren als frischgebackener Unternehmer gegenüberstand. Dass die Lösung eigentlich nicht „ab in die Kiste und dann schauen wir mal“ sein kann, war ihm eigentlich damals schon klar.

Auch sein Steuerberater war keine große Hilfe. Chris wusste nicht, wieviel Steuern er beiseite legen muss oder wie Buchhaltung überhaupt funktioniert. Durch sein Studium konnte er zwar Financial Statements von McDonalds oder Microsoft lesen, auf seine eigene Buchhaltung hat ihn jedoch niemand vorbereitet.

„There must be a tool for it“ dachte er. Das Tool hat ihm nur „damals keiner gezeigt“ bzw. es stand noch nicht zur Verfügung. Acht Gründungen später ist er schlauer und weiß: „Das berühmte Excel Sheet und der Schuhkarton, das funktioniert ja so nicht.“

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René Maudrich hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Zum Start musste er „als Bittsteller zu allen möglichen Institutionen, um überhaupt etwas machen zu dürfen.“ Er hat dann einfach gehofft, dass alles gut geht und dass „keiner mir irgendwann eine Hiobsbotschaft bringt.“

Den abschließenden Tipp („Make smart use of smart tools.“) von Chris unterstreicht René noch und wünscht sich, „dass die Tools dann auch miteinander sprechen. Und dass die Daten ausgetauscht werden. Möglichst, und das ist ja schon die Krönung, auch in Echtzeit.“

Challenging the Status Quo

„Lösungen komplett neu denken“ ist laut René eine Gemeinsamkeit von Kontist und FastBill. Was das heißt? Nicht fragen: „Wie haben das andere gemacht?“, sondern: „Wie ist Unternehmertum? Was erwarten Menschen, die digital denken, die mobil sind, die flexibel sein wollen?“

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Beide Gründer hätten demnach überlegt: „Was muss jetzt die Lösung sein? Wie erwarten die Freelancer und die Selbstständigen das Arbeitsleben heute und was stört sie am Status Quo?“

Die Antwort? Unternehmer möchten sich nicht mit Finanzen oder Buchhaltung plagen müssen. Diese „fürchterlichen Themen“ (Christopher Plantener) möchten die beiden Gründer mit immer mehr Automatisierung vereinfachen.

„Man sollte auch nicht versuchen eine App zu bauen, die sich die ganze Zeit in den Vordergrund drängt. Sondern im Gegenteil: Wir haben beide die Vision, das ganze muss automatisiert laufen, es soll nur mit wichtigen Informationen dienen.“

- Christopher Plantener, CEO von Kontist

Selbstständige werden so durch ihre Buchhaltung nicht mehr von wichtigeren Dingen abgelenkt und es sind keine besonderen Kenntnisse oder zusätzliche Arbeitskraft vonnöten.

Der Ansatz dafür: „Keep it simple. Immer einfacher, immer mehr Automatisierung. Das muss das Ziel bzw. die Vision sein.“

Die Vergangenheit war gestern

„Buchhaltung ist Vergangenheitsbewältigung.“

- Christopher Plantener, CEO von Kontist

Es ist mal wieder Ende des Monats. Hektisch durchforstest du den Schuhkarton, in den immer alle deine Belege wandern. Leise fluchend schiebst du einen Strafzettel beiseite und endlich offenbaren sich dir die Taxiquittung und der Bewirtungsbeleg von letzter Woche.

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„Wir kennen das ja alle. Normalerweise stecken wir den Beleg hinten in die Hosentasche, tun ihn zuhause in einen riesigen Schuhkarton und wenn alles gut läuft digitalisieren wir ihn am Ende des Monats.“

- Christopher Plantener, CEO von Kontist

So laufen wir ständig unseren Belegen hinterher. Buchhaltung findet ihr der Vergangenheit statt, obwohl wir wichtige Daten eigentlich für die Zukunft benötigen. Zum Beispiel, wenn irgendwann Steuerzahlungen fällig werden.

Diese beiden Bereiche, Belegverwaltung und Steuerrücklagen, sind für die beiden CEOs die prägnanten Themen. In der ersten Phase der Kooperation nimmt man sich deshalb dieser beiden Themen an. Deutlich wird das in zwei unterschiedlichen Szenarios.

Im ersten Szenario sind die oben genannte Taxiquittung und der Bewirtungsbeleg nicht im Schuhkarton gelandet, sondern wurden von dir direkt digitalisiert. Denn zum Glück hat dich deine FastBill Scan-App direkt daran erinnert, als du mit deiner Kontist Mastercard bezahlt hast. Das ganze passiert in Echtzeit und mit nur zwei Klicks landet der Beleg passend verbucht in deinem FastBill Account.

Das zweite Szenario bewahrt dich vor ungeplanten Steuernachzahlungen. „Wir [FastBill] wissen was auf Rechnungen steht und Kontist weiß, was auf dem Konto los ist.“ Die Verknüpfung der Daten macht es denkbar einfach die Einkommens- und Umsatzsteuer passend zurückzulegen. Die Beträge werden automatisch auf Unterkonten gebucht und sind safe - die Ungewissheit wegen Steuernachzahlungen weicht einer Sicherheit, die bessere Planbarkeit gewährleistet.

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Vergangenheit plus Gegenwart gleich Zukunft

Die Verknüpfung der Daten wird laut Christopher Plantener zukünftig noch weiter gehen und das Finanzmanagement Selbstständiger so immer weiter vereinfachen. Beispiele dafür könnten Factoring oder Kreditanträge sein, bei denen innerhalb von Sekunden eine Entscheidung gefällt werden kann, ob der Kredit aufgenommen werden oder die Rechnung an den Factoring-Service übergeben werden kann.

Auch für die Community sieht Plantener starkes Potential durch die Kooperation: „Wir engagieren uns ja mit Kontist eine Gruppierung für Selbstständige [die Kontist Union] zu bilden.“ Plantener nennt es auch „die ADAC-Karte für Selbstständige“ und sieht FastBill auch hier als starken Partner innerhalb der Community.

René Maudrich sieht das Potential vor allem in Assistenz- und Consulting-Systemen. So sollen beispielsweise Nutzer mit Handlungsempfehlungen versorgt werden, sobald die Liquidität zur Neige geht. Die Basis dafür bilden Daten aus der Vergangenheit und Echtzeit-Informationen. Aus Vergangenheit und Gegenwart ergibt sich also die Zukunft.

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Ein Beispiel für die zukünftigen Möglichkeiten:
Der FastBill Assistant

Der „virtuelle CFO“ ist günstiger als externe Dienstleister und erfordert weniger Vorwissen seitens der Nutzer. Die Lösungsvorschläge werden individuell an die jeweilige Situation des Nutzers angepasst.

„Diese Assistenz-Systeme und die Forecasts sind die logische Fortsetzung der von Chris angesprochenen Vergangenheitsbewältigung.“

- René Maudrich, CEO von FastBill

Für Christopher Plantener steht die Bank für die Gegenwart und die Buchhaltung für die Vergangenheit. Die Verknüpfung ermöglich einen Blick in die Zukunft und vereinfacht die Planung dieser.

„Von einem unsexy Thema zum nächsten…“

Gäbe es Kontist und FastBill heute schon, würde Christopher Plantener eine Steuerberatungskette gründen. Für diese Idee erntet er oft zweifelnde Blicke, weil das Thema für viele Leute genauso unsexy ist wie Buchhaltung oder Banking. Doch gerade hier sieht er das Potential, zusammen mit besserem Service.

Oder er würde eine Schule nach dänischem Vorbild ins Leben rufen. Vielleicht macht er das auch, wenn er irgendwann mal ein oder zwei Jahre Zeit hat.

René Maudrich sieht vor allem bei der Gründung eines Unternehmens in Deutschland („ Ganz schreckliches Thema.“) noch weitere Möglichkeiten, die mithilfe moderner Technologien lösbar wären.

„Technologien wie A.I., APIs und mobile devices sind noch auf viel mehr Probleme im Unternehmertum anwendbar. Allein das was wir jetzt tun, nimmt schon mal ein Kernproblem aus der Welt, welches es seit Jahrzehnten gibt.“

- René Maudrich, CEO von FastBill

Und, natürlich, bringt er auch nochmal den virtuellen CFO ins Spiel. Vorhandene Daten sollen mithilfe smarter Algorithmen die Entscheidungsfindung bei Themen erleichtern, die eigentlich umfangreiches Fachwissen erfordern. „Wir legen mit FastBill und Kontist jetzt die Grundlage dafür. Aber dahinter und davor gibt es noch viel.“

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