Inkasso beauftragen – alles zu Ablauf und Kosten

Kimia Yourdkhani 27. November 2020 0
Inkasso beauftragen – alles zu Ablauf und Kosten

Dein Schuldner hat nach mehrmaligem Kontaktversuch und Zustellung einer Mahnung noch immer nicht bezahlt? Dann solltest du über ein Inkassounternehmen nachdenken. Dieses hat die Aufgabe, dich beim Eintreiben der offenen Posten zu unterstützen und alle rechtlichen Möglichkeiten umzusetzen. Doch wann ist es sinnvoll, ein Inkassounternehmen zu beauftragen?

Inhaltsverzeichnis

1. Wie hoch fallen die konkreten Inkassogebühren aus?

2. Wann genau solltest du ein Inkassobüro beauftragen?

3. Lohnt sich das Inkassounternehmen? Darauf kommt es an

Wie hoch fallen die konkreten Inkassogebühren aus?

Grundsätzlich übernimmt der Schuldner die Gebühren für das Inkassobüro. Bei fehlerhaften Rechnungen oder insolventen Schuldnern kann das Inkassounternehmen jedoch auf dich zurückgreifen. In diesem Fall erwartet dich eine allgemeine Schreib- und Portoauslage in Höhe von 20 Euro sowie der Zinssatz auf die Hauptforderung, der die Zinsen täglich ansteigen lässt.

Weitere Inkassogebühren erwarten den Schuldner durch das Versenden eines Mahnbescheids sowie durch mögliche Vollstreckungskosten. Weitere Inkassogebühren für das Gericht und anwaltliche Betreuung dürfen nur dann verlangt werden, wenn die zuvor angefallenen Inkassokosten entfallen.

Viele Inkassounternehmen bieten zudem an, bei ausbleibendem Erfolg lediglich die Gebühren für die eigene Arbeit beim Auftraggeber abzurechnen. Diese sind wiederum abhängig vom Gegenstandswert und steigen bei entsprechend höheren Forderungen. So ist das Risiko für den Auftraggeber nicht zu hoch, was die Beauftragung vor allem bei größeren Summen sinnvoll werden lässt.

Wann genau solltest du ein Inkassobüro beauftragen?

Während vor allem große Online-Shops, die per Rechnung verschicken, mit eigenen Inkassobüros zusammenarbeiten, solltest du dir dies gut überlegen. Zeichnet sich bereits im Vorhinein ab, dass der Schuldner nicht zahlungskräftig ist, sind kleine und nicht zwingend erforderliche Summen einfacher als Verlust zu dokumentieren. Zu groß sind der Aufwand und das Risiko, auf den Kosten sitzenzubleiben.

Sollte es sich jedoch lediglich um eine Masche handeln, die Zahlung hinauszuzögern oder gar nicht zu bezahlen, musst du dir dies natürlich nicht gefallen lassen. Auch Summen im zweistelligen oder dreistelligen Bereich lassen sich durchaus mithilfe eines Inkassodienstleisters eintreiben.

Lohnt sich das Inkassounternehmen? Darauf kommt es an

Wenn du nun selbst einen Mahnbescheid mithilfe eines Inkassounternehmens verschicken möchtest, solltest du den entstandenen Schaden zunächst genauer analysieren. Ist der negative Ausgang des Verfahrens bereits abzusehen oder ist dir ein Fehler unterlaufen, wird dir auch ein Inkassounternehmen in den wenigsten Fällen weiterhelfen. Bist du jedoch sicher, dass dein Kunde zahlungskräftig ist und du deine Arbeit vollständig gut geleistet hast, lohnt sich die Leistung garantiert. Schau dir am besten vorab das exakte Kostenrisiko an und lass dich individuell beraten.

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