Home Office, Co-Working Space oder ein eigenes Büro?

Stefan Gassner 28. Oktober 2016 0
Home Office, Co-Working Space oder ein eigenes Büro?

Viele Unternehmen kommen ins Schleudern, wenn es um die Standortfrage geht – und was bei etablierten Firmen bereits nicht einfach ist, wird bei Startups sogar noch schwerer, denn: Deine neuen Räumlichkeiten sollen nicht nur zu deinem Unternehmergeist, sondern auch zu deiner Geldbörse passen. Beides unter einen Hut zu bringen, ist nicht leicht.

Deine 3 Möglichkeiten – welche wählst du?

Bevor wir uns überhaupt um Standortfaktoren für dein erstes eigenes Büro kümmern, schauen wir uns an, welche Auswahlmöglichkeiten du hast. Insgesamt gibt es drei Varianten (die sich natürlich auch „mischen“ lassen):

• Variante #1: Home-Office – du arbeitest gemütlich von zuhause aus und sparst dir den Weg zum Büro komplett.

• Variante #2: Co-Working – du verzichtest auf ein eigenes Büro und teilst dir die Büroräume mit anderen Startups und Freelancern.

• Variante #3: Eigenes Büro – du setzt gleich alles auf eine Karte und mietest eigene Räumlichkeiten an.

Wenn du dir nun diese drei Varianten oberflächlich anschaust, könnte man meinen, dass jeder, der sich nicht für das Home-Office entscheidet, etwas falsch macht, denn: Das Home Office hat jede Menge Vorteile – aber eben auch Nachteile. Und das gilt leider auch für die anderen beiden Optionen.

Entscheidungshilfen: Vor- und Nachteile der Büro-Optionen

Wie eben bereits erwähnt: Jede der oben beschriebenen drei Möglichkeiten, hat seine Vor- und Nachteile. Das bedeutet auch, dass die eine Option für dein Startup durchaus Sinn macht, für einen befreundeten Jungunternehmer-Kollegen jedoch absolut falsch ist. Warum, zeigt die folgende Übersicht:

• Entscheide dich für ein Home Office, wenn du kein Budget für ein eigenes Büro oder Co-Working hast und keine Kundenbesuche erwartest. Außerdem wichtig: Du solltest zuhause konzentriert arbeiten können und dich nicht ablenken lassen. Ein Home-Office ist auch und vor allem für Freelancer ideal, die sowieso die meiste Zeit in den Räumlichkeiten des Kunden sitzen. Ein weiterer Vorteil: das Büro in den eigenen vier Wänden kann von der Steuer abgesetzt werden!

• Co-Working ist dann von Vorteil, wenn du zuhause nicht konzentriert arbeiten kannst und dir eine junge und dynamische Umgebung wünscht, in der du dich mit Gleichgesinnten austauschen kannst – Co-Working ist längst mehr nur ein „geteiltes Großraumbüro“. Vor allem in den größten Städten wie Berlin, München oder Hamburg stehen Co-Working Spaces in den besten Stadtteilen und überzeugen durch ein All-inclusive Konzept, mit dem du sehr viel günstiger wegkommst, als es mit einem eigenen Büro der Fall wäre.

• Wenn du ein wenig finanziellen Spielraum hast, wachsen und Mitarbeiter einstellen möchtest sowie Kunden in deinen Räumen empfangen willst, ohne vorher den Aushang des Meetingraumes zu studieren, dann ist ein eigenes Büro die perfekte, aber eben auch die teuerste Wahl.

Vor allem ein eigenes Büro lässt dir viel Spielraum zur Entfaltung – auch ein Grund, warum viele Jungunternehmer und Startups gleich diese Option wählen. Auch, wenn man klein ist: Man will schließlich wachsen. Und hier hast du den Raum dafür.

Mit dem eigenen Büro ganz groß rauskommen – aber nicht ohne Vorbereitung

Wenn du beschließt, dass das Home Office und Co-Working nicht für dich gemacht ist, bleibt also nur, sich auf die Suche nach einem eigenen Büro zu machen. Entscheidend ist dabei natürlich das Budget, denn du musst bedenken, dass es nicht nur die Miete ist, die auf dich zukommt. Vor allem die Anfangsinvestitionen sind nicht ohne. Da wären:

• Die Kaution
• Die Einrichtung
• Der Makler
• Und natürlich die erste Miete

Und das sind nur die „großen Kosten“. Damit du dich nicht überschlägst, solltest du also ganz genau kalkulieren, was du dir tatsächlich leisten kannst und die Auswahl akribisch vorbereiten, indem du dir vor allem zwei Fragen stellst:

1. Wie groß muss dein eigenes Büro wirklich sein?

Wie viele Quadratmeter und Räume brauchen du und dein Team tatsächlich, um effektiv zu arbeiten – hast du dir diese Frage schon einmal gestellt? Eine Standardantwort gibt es hier leider nicht, da es vor allem auf deine Branche ankommt. Während Entwicklerteams in der Softwareindustrie vielleicht nur wenige Quadratmeter pro Mann/Frau benötigen, sind es in der Fertigung schon sehr viel mehr, da Maschinen und Lager ebenfalls ihren Platz benötigen.

2. Wo soll dein eigenes Büro liegen (Stadtteil)?

Vor allem in den „hippen“ Branchen geht kein Stadtteil, der weniger hipp ist als die eigene Unternehmenskultur – schließlich will man sich wohlfühlen. Und das ist auch wichtig, keine Frage. Aber: die urbanen Stadtviertel der City sind vor allem in Ballungsgebieten fast ebenso unbezahlbar wie im jeweiligen Bankensektor. Es lohnt sich also, einen Blick über den Tellerrand hinaus zu werfen, um für dein eigenes Büro einen Standort in der Nähe dieser Viertel zu finden, der fast ebenso angesagt ist, aber nur einen Bruchteil der (Miet-)Kosten bedeutet.

Die Standortfrage ist schwer zu beantworten, da viele Punkte bei der Entscheidung zu berücksichtigen sind. Vor allem bei Startups ist das Budget der limitierende Faktor – mit den richtigen Vorüberlegungen, ausgiebiger Recherche und cleverer Einrichtung, um auch enge Räume effizient zu nutzen, findet sich jedoch auch für kleines Geld das perfekte Objekt zum Wachsen.

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