All-in! 10 Dinge, die Gründer vom Pokern lernen können

Christian Häfner 18. Mai 2012 0
All-in! 10 Dinge, die Gründer vom Pokern lernen können

Es ist nun gut eine Woche her, seit beim Gründerpokern in Köln rund 100 Spieler und 30 Gäste für Spiel, Spass und … Netzwerk zusammen kamen. Das Besondere daran: Alle Teilnehmer sind Gründer oder junge Unternehmer(innen) und kamen, um den Spass am Spiel mit der Leidenschaft für´s Business zu verbinden. Kein Wunder, dass die Veranstaltung trotz Wochenende und DFB Pokalfinale restlos ausgebucht war. Zurecht, wie wir aus eigener Erfahrung bestätigen können.

Pokern

Das Gründerpokern in Köln war für uns bereits die dritte Veranstaltung dieser Art und damit Grund genug einmal auszuwerten, warum Gründer vielleicht die besseren Pokerspieler sind oder auch anders herum. Vielleicht… denn was hat das Gründen eines Unternehmens mit Pokern überhaupt gemeinsam? Zusammen mit anderen Gründern sind wir der Sache auf den Grund gegangen und konnten deutliche Parallelen erkennen. Hier sind unsere Top 10, was Gründer vom Pokern lernen können:

1. Strategie und Ziel

Wer sich bei einem Pokerturnier anmeldet, der will natürlich gewinnen. Doch ähnlich wie beim Schach ist nicht jeder Zug vorhersehbar. Die Gegner sind unbekannt. Der „Markt“ muss erst einmal studiert und langsam ertastet werden. Wer gleich zu Beginn „All-in“ geht, der setzt vielleicht auf falsche Karte und verliert alles. Wer zu lange abwartet und nur zuschaut, der verpasst seine Chance und „blutet aus“, wie es so schön heißt.

Fazit: Erst einen Überlick verschaffen, dann nicht zu zögerlich handeln!

2. Schnelllebiges Umfeld

Ein Pokertisch hat 10 Plätze. Bei großen Turnieren stehen meist mehrere Tische im Raum. Fliegen einzelne Spieler raus, werden die Plätze neu sortiert. Wer sich darauf ausruht, alle Gegner am eigenen Tisch kennengelernt und „durchschaut“ zu haben, der läuft in Gefahr die neuen Spielern nicht verstehen zu können. Denn von einer auf die nächste Hand kann das Spielfeld neu gemischt werden. Und plötzlich betreten neue, viel größere und stärkere „Marktteilnehmer“ das bisher sicher gedachte Umfeld.

Fazit: Niemals ausruhen, immer umsichtig bleiben! Auch wenn es gerade gut läuft.

3. Unvorhergesehene Ereignisse

Nur wer mit spontanen, meist unvorhergesehenen Ereignissen gut umgehen kann, der gewinnt. Egal ob neue Gesetze, neue Mitspieler, ein provozierter All-in, ein großer Geldzuwachs bei einem Wettbewerber oder eine Phase „schlechter Karten“. Jede Situation muss gemeistert werden, ohne die Ruhe und den Überblick dabei zu verlieren. Manchmal ist es ok einen kleinen Schritt zurück zu fallen, wenn dafür das große Ziel noch erreichbar bleibt.

Fazit: Immer mit unvorhergesehenen Ereignissen rechnen und bei Eintritt die Ruhe bewahren.

4. Der Spass-Faktor

Gründer und Unternehmer verbindet die Leidenschaft etwas aufzubauen und ein Ziel zu erreichen. Klar, geht es auch um das Geld, aber der Grund für das lange Durchhaltevermögen ist letztlich der Spass bei der Sache. Wer nur arbeitet und sich keine Pausen oder Zeit für Freizeit und Spass nimmt, der läuft in Gefahr einen Burnout zu bekommen oder fängt früher oder später an aufgrund mangelnden Feedbacks zu zweifeln.

Fazit: Wer Spass bei der Sache hat hält länger durch.

5. „Trash-Talk“. Wer groß redet, muss auch liefern.

Wer hat sich nicht schon einmal größer verkauft als man ist. Beim Pokern ist dieses Phänomen weitestgehend unter dem Begriff „Trash-Talk“ bekannt. Aussagen wie „Gegen meine 2 Asse hast du eh keine Chance“, oder „bist du sicher, dass ich keine Straße habe?“ sollen den Gegner verunsichern und zum Rückzug zwingen. Das klappt jedoch nur so lange gut, bis der „Trash“ zum ersten Mal erkannt wurde. Die Glaubwürdigkeit sinkt zuerst beim Wettbewerb, dann bei den Kunden .

Fazit: Immer nur das versprechen, was man auch halten kann. Ist man erst einmal unglaubwürdig, ist der Schaden nur schwer zu beheben.

6. All-in! 

Hat ein Spieler nur noch wenige Chips oder möchte er einen großen Gewinn für sich entscheiden, geht er „All-in“. Der Spieler setzt dabei alles auf eine Karte und hofft, das der Gegner entweder Angst bekommt und sich zurück zieht, oder mitgeht und ein schlechteres Blatt aufdeckt. „All-in“ bedeutet, dass im nächsten Atemzug alles vorbei sein kann. Es bedeutet aber auch, dass der bestehende Wert mit einem Schlag verdoppelt werden kann.

Fazit: „All-in“ ist nur dann sinnvoll, wenn es die letzte Chance ist oder wenn die Position so gut ist, dass die Chancen auf Verlust überschaubar bleiben.

7. Langfristig denken.

Ähnlich wie bei Punkt 1 ist der weitsichtige Blick über das Spiel / den Markt entscheidend. Gerade zu Beginn, wo noch viele Teilnehmer am Tisch sitzen, kann auch mal ein gutes Blatt weggeworfen werden. Nicht jede „Schlacht“ muss mitgespielt werden. Manchmal reicht es auch aus zuzuschauen, wie sich die anderen gegenseitig ausstechen.

Fazit: Nicht jede Bedrohung muss „bekämpft“ werden. Nicht jede Bewegung auf dem Markt ist ein Angriff. Es geht darum, eine langfristige Strategie zu entwickeln.

8. Nicht alles was glänzt ist Gold.

Kaum ein Spruch ist so wahr wie dieser beim Pokern. Wer ein oder zwei Asse auf der Hand hat, der hat noch lange nicht gewonnen. Nur weil das eigene Blatt scheinbar gut wirkt, gibt es so viele Möglichkeiten, wie der Gegner auch mit einer kleinen Strasse oder einem niedrigen Doppelpärchen den geschickteren Zug macht und am Ende gewinnt.

Fazit: Der offensichtliche „große Deal“ führt nicht immer zum gewünschten Ziel. Jede Strategie sollte dieses Szenario unbedingt berücksichtigen.

9. Wer geht, der bleibt.

Über diesen Punkt mag man zweifeln. Aber scheitern ist nicht gleich scheitern. Was in den USA viel lockerer weggesteckt wird, ist in Europa noch nicht ganz so verbreitet. Auch wenn die eine Idee nicht funktioniert hat, kann die nächste oder übernachste Idee den Durchbruch bedeuten. Kaum ein Gründer eines heute erfolgreichen Unternehmens hat gleich mit der ersten Idee den großen Durchbruch geschafft.

Fazit: Gründen ist eine Lebenseinstellung. Es wird immer eine nächste Chance geben.

10. Der Weg ist das Ziel, nicht der Exit.

Klar wär es schön den ganz großen Topf am Ende des Turniers mit nach Hause zu nehmen. Aber die Chancen sind gering. Wir glauben, dass alleine die Anwesenheit bei einem solchen Turnier viel Erfahrung und Mehrwert bringt. Und auch der 2-10 Platz werden immer noch gut belohnt. Wer sich zu sehr auf Platz 1 fokussiert, der bekommt von dem Geschehen nichts mit und vernachlässigt Punkt 4 (Spaß).

Fazit: Dabei sein ist zwar ganz nicht alles. Aber zu sehr auf Gewinn (oder einen Exit) zu setzen verdirbt die Laune, wenn es nicht nach Plan läuft.

Insgesamt können wir doch einige Parallelen zwischen Gründen und Pokern feststellen. Das Team hinter der Gründerpokern-Reihe veranstaltet dieses Event mittlerweile regelmäßig in verschiedenen Städten Deutschlands. Wer einmal die Chance hat dabei zu sein, sollte sie unbedingt ergreifen. Und vielleicht heißt es ja dann schon bald wieder „All-in“!

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