Gründen als Student: Interview mit Lauritz von buadep.com

Moritz Lampkemeyer 12. August 2016 0
Gründen als Student: Interview mit Lauritz von buadep.com

Die spannenden Geschichten unserer Kunden und Partner faszinieren uns immer wieder. Dieses Mal sprechen wir mit Lauritz Loske, der als Student nebenbei das Modelabel Buadep an den Start gebracht hat. Lauritz betreibt mit Buadep.com einen Online-Shop und steht kurz vor der Eröffnung seines eigenen Ladens. Von FastBill hat er ganz klassisch erfahren: Beim Surfen. Gründen als Student ist für ihn eine Herausforderung, aber auf jeden Fall machbar.

Servus Lauritz! Sogar auf bild.de wurde dein Label Buadep schon erwähnt. Trotzdem kennen dich bestimmt noch nicht alle Leser unseres Blogs. Am besten stellst du dich und dein Label erstmal vor.

Servus Moritz!

Ja das stimmt, der Artikel in der Bild war ein großer Schritt für uns letztes Jahr. Also erstmal kurz zu mir. Ich bin 24 Jahre alt, wohne im schönen München und studiere hier an der Ludwig-Maximilians-Universität Geschichte und Englisch auf Lehramt. Privat verbringe ich meine Zeit am liebsten beim Wellenreiten, entweder irgendwo am Meer oder eben am Eisbach in München.

Das Modelabel Buadep habe ich spontan im Dezember 2014 gegründet. Zu der Zeit habe ich noch neben dem Studium als Barkeeper in einem Münchner Nachtclub, der Milchbar, gearbeitet. Eine gute Freundin hatte mir damals ein selbstgemachtes Shirt mit dem Aufdruck “Da ganze Bua a Depp” geschenkt, welches ich dann öfters beim arbeiten getragen hatte. Und damit kam relativ schnell das eine zum anderen. Die Gäste der Milchbar feierten das Shirt jedesmal aufs Neue und da kam mir die Idee mit dem Modelabel.

Nach einem halben Jahr habe ich mir dann noch einen guten Freund ins Boot geholt, der ein wirklich talentierter Zeichner ist und meine vielen Ideen in die Praxis umsetzen konnte. Zunächst hatten wir bei Spreadshirt unseren Onlineshop, aber jetzt nach 1,5 Jahren gehen wir unseren eigenen Weg. Wir stehen kurz vor der eigenen Ladeneröffnung mit einer ganz neuen Kollektion, die wir nun selbst produzieren. Außerdem haben wir schon den ein oder anderen Einzelhändler auf unsere Seite ziehen können.

Gründen als Student: Lauritz von buadep modelt auch selbst

Gründen als Student: Lauritz von Buadep modelt auch selbst

Wow! Ein eigener Laden und Platzierungen bei Einzelhändler klingen ja so, als würdet ihr euer Label bald auf das nächste Level heben. Trotzdem ist der Schritt vom Onlineshop in den stationären Handel ja recht gewagt. Was hat euch dazu bewegt diesen Schritt zu gehen und welche Hindernisse sind euch bisher unterwegs begegnet?

Da hast du auf jeden Fall recht Moritz. Wir haben lange überlegt ob, und wie wir diesen Schritt gehen sollen. Die Hauptbeweggründe waren die limitierten Möglichkeiten für ein Modelabel bei Spreadshirt. Das heißt, wir hatten nur Zugriff auf Kleidungsrohlinge und mussten uns diese anpassen. Wirklich Platz für Individualität ist da nicht geblieben. Außerdem wurden die Caps zum Beispiel nur bedruckt und nicht bestickt, was für ein Modelabel auf Dauer auch keine Lösung ist.

Des Weiteren hatten wir im Nacken nicht unser Label stehen, sondern den Anbieter der Rohlinge. Die Lösung mit Spreadshirt davor war äußerst bequem und ohne hohes Risiko, aber auf Dauer waren wir mit den Schnitten etc. einfach nicht glücklich. Den Weg in den Einzelhandel hätten wir mit bedruckten Rohlingen sowieso nicht gehen können. Die Anzahl von Leuten, die unsere Sachen gerne irgendwo anprobiert hätten oder im Laden kaufen wollten, ist aber mit der Zeit gestiegen. Daher haben wir uns entschieden, unsere Kleidung nun selbstständig produzieren zu lassen und damit sind natürlich viel mehr Hindernisse aufgetreten, als zunächst vermutet. Im Gegensatz zu Spreadshirt müssen wir jetzt schon im Vorhinein den kompletten Lagerbestand bestellen und natürlich auch bezahlen. Was natürlich ein hohes finanzielles Risiko bürgt, wenn man von nun an tausende von Shirts, Caps etc. im Vorhinein kaufen muss.

Die nächste Schwierigkeit ist natürlich die Produktion. Da ich Student bin und mich möglichst nicht die nächsten Jahre verschulden wollte, habe ich versucht in kleinen Zahlen produzieren zu lassen. Die meisten Produzenten interessieren sich aber leider nicht für so geringe Stückzahlen, sondern wollen pro Shirt mindestens 1000 Bestellungen. Bei 20 verschiedenen Styles sprechen wir dann von über 20.000 Artikeln und das übersteigt unser Budget natürlich bei weitem. Zusätzlich muss man noch unbedingt auf die Produktionsbedingungen etc. schauen, was die Suche nach einem Produzenten natürlich zusätzlich erschwert. Am Ende haben wir einen wirklich guten Partner gefunden, mit dem wir nun die ersten Muster produziert haben.

Behind the scenes beim buadep Shooting

Behind the scenes beim Buadep Shooting

Gründen als Student ist bestimmt nicht immer einfach. Welche Schwierigkeiten sind für dich durch die Doppelbelastung entstanden? Hast du auch symbiotische Effekte festgestellt? Also ist es z.B. ein Vorteil, dass du durch das Studium jeden Tag mit deiner Zielgruppe in Kontakt kommst?

Also die Doppelbelastung beim Gründen als Student ist hin und wieder schon deutlich spürbar. Vor allem natürlich in der Prüfungsphase. Aber man muss fairerweise auch sagen, dass das Lehramtsstudium mit Sicherheit nicht zu den stressigsten Studiengängen zählt und im Semester noch genug Zeit für Buadep geblieben ist. Meinen Nebenjob als Barkeeper musste ich aber leider aufgeben, weil es dann doch zu stressig wurde. Mit Geschichte und Englisch studiere ich nicht unbedingt Fächer, die wirklich nützlich für ein Modelabel sind, daher waren eher weniger symbiotische Effekte da. Natürlich laufe ich aber jetzt mit ganz anderen Augen durch die Uni und achte darauf, was meine Kommilitonen so tragen. Aber das ginge auch genauso, wenn ich durch die Stadt laufen würde.

Starke Marke: Die Versandkartons von buadep

Starke Marke: Die Versandkartons von Buadep

Für die Abrechnung von Buadep.com setzt ihr ja auf FastBill. Wie nutzt ihr unsere Software und wieso habt ihr euch für unsere Lösung entschieden?

Mit dem neuen Schritt sind natürlich ganz neue Aufgaben entstanden, die vorher Spreadshirt für uns übernommen hat. Das fängt beim Rechnungen schreiben an und hört beim Angebot erstellen auf. Da ich davor mit diesen Tätigkeiten überhaupt nicht in Kontakt gekommen bin und mein Studiengang logischerweise mich in dieser Richtung auch nicht weiterbringt, habe ich nach einer einfachen und schnellen Lösung gesucht. Christian, den Gründer von FastBill, habe ich vor einigen Jahren in Costa Rica beim Surfen kennengelernt. Auf der Suche nach einem Buchhaltungsprogramm war FastBill dann natürlich meine erste Wahl.

Ich war von Anfang an besonders von dem einfachen und logischen Aufbau der Website begeistert. Gerade für “Neulinge” wie mich ist FastBill wirklich super, da man überhaupt nicht lange braucht, um Rechnungen oder Angebote zu erstellen und man durch die Vorlagen wirklich gut beraten ist. Die Kompatibilität mit unserem Jimdoo Onlineshop macht das ganze natürlich nochmal um einiges praktischer.

Klingt cool! Jetzt steht ja bald auch der eigene Laden an, wie schon erwähnt. Habt ihr schon ein geeignetes Kassensystem gefunden? Nach welchen Kriterien sucht ihr das aus?

Ja, das mit dem Kassensystem bereitet uns tatsächlich noch ein wenig Kopfzerbrechen. Wir wollen das ganze natürlich so einfach wie möglich gestalten und gleichzeitig die Kosten dementsprechend niedrig halten. Wahrscheinlich werden wir uns für ein iPad-Kassensystem entscheiden. Mittlerweile gibt es hier aber auch zahlreiche Anbieter und die endgültige Entscheidung haben wir noch nicht getroffen. Wir wollen auch erstmal den Onlineshop richtig ins laufen bekommen, bevor wir den Offlineshop eröffnen. Deswegen haben wir mit der Entscheidung noch ein bisschen Zeit.

Bayerisches Interieur im buadep Laden

Bayerisches Interieur im Buadep Laden

Welche Hürden begegnen euch buchhalterisch und abrechnungstechnisch bei der Verbindung von online und offline Handel?

Die Hürden haben wir zum Glück durch eine gute Steuerberaterin relativ schnell überwunden. Mit Hilfe von FastBill werden wir wohl relativ schnell ein gutes System erarbeiten um alle Abläufe möglichst einfach zu halten. Gerade der DATEV-Export war unserer Steuerberaterin dabei sehr wichtig.

Aber wir werden uns in den nächsten Wochen nochmal genauer mit dem Thema auseinander setzen. Uns ist vor allem wichtig, dass es anfangs nicht zu kompliziert wird. Daher wollen wir erstmal alle online Kunden zufrieden stellen und uns dann step by step die Ladeneröffnung vornehmen.

Danke für das Interview, Lauritz und weiterhin viel Erfolg mit Buadep!

Maßt have. Prost!

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