Gewerbeschein - Alles Wichtige zum Gewerbeschein

Hendrik Kehres 30. April 2020 0
Gewerbeschein - Alles Wichtige zum Gewerbeschein

Wer selbstständig sein möchte, ist auf einen Gewerbeschein angewiesen. Doch in der Regel nimmt die Beantragung eines solchen Scheins nicht viel Zeit in Anspruch. Hierzu solltest du dich jedoch gut vorbereiten, damit es während der Anmeldung keine Probleme gibt, die dich zum erneuten Nachreichen von Informationen verpflichten. Mit einer richtigen Angabe legst du auf diese Weise den Grundstein für deine Erfolge als Unternehmer und bekommst keinen rechtlichen Ärger.

Inhalt

1. Was genau ist ein Gewerbeschein?

2. Wie viel kostet ein Gewerbeschein?

3. Das musst du für deinen Gewerbeschein bedenken

4. Welche Pflichten ergeben sich mit dem Gewerbeschein?

5. Die Bezeichnung des Gewerbes

Was genau ist ein Gewerbeschein?

Wenn du die Planung deiner Geschäftsidee soweit abgeschlossen hast, solltest du dich um die Beantragung deiner gewerblichen Daten kümmern. In Deutschland herrscht hierbei die Gewerbefreiheit, wodurch du mit grundsätzlich jeder geschäftlichen Idee auf der sicheren Seite bist. So kannst du deinen Antrag beim Gewerbeamt stellen und musst nicht lange auf die vollständige Anmeldung warten. Sobald du nach einigen Wochen deine Anmeldung für den Gewerbeschein durch das Gewerbeamt bestätigt bekommst, darfst du offiziell Rechnungen mit deinem Gewerbe ausstellen.

Sobald du dich um deinen Gewerbeschein kümmerst, solltest du zudem deine Verpflichtungen zur Zahlung im Blick behalten. Die meisten Branchen sind mit zusätzlichen Zahlungsverpflichtungen verbunden, wofür entsprechende Einkommensnachweise zu erbringen sind. Informiere dich aus diesem Grund anhand deines Gewerbes über die anstehenden Zahlungen und sorge dafür, dass von Beginn an alle wichtigen Faktoren für die Beantragung des Gewerbescheins beachtet werden.

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Wie viel kostet ein Gewerbeschein?

Finanziell musst du für die Beantragung eines Gewerbescheins nicht tief in die Tasche greifen. Zwischen 20 € und 70 € kostet die Gewerbeanmeldung, die dich anschließend zum gewerblichen Handel berechtigt. Achte ab einem Gewinn von mehr als 24.500 € im Jahr darauf, dass weitere Steuern anfallen und dass an dieser Stelle auf das volle Einkommen Gewerbesteuern gezahlt werden muss. Zur Berechnung der Steuer wird der Freibetrag in Höhe von 24.500 € vom Einkommen abgezogen. Der übrige Betrag wird anschließend mit dem einheitlichen Steuersatz von 3,5 % besteuert, wodurch sich der Gewerbesteuermessbetrag ergibt.

Ein ebenfalls wichtiger Faktor für die Berechnung deiner Gewerbesteuer ist der Hebesatz, der sich von Region zu Region unterscheidet. Hierbei kommt es in regelmäßigen Abständen zu neuen Anpassungen, wodurch sich die steuerliche Belastung von Region zu Region unterscheidet. Das Minimum für einen Hebesatz liegt hierzu bei 200 %, in manchen Gemeinden kann es jedoch durchaus zu einem Wert von mehr als 600 % kommen. Dies bedeutet, dass der Gewerbesteuermessbetrag mit dem Faktor des Hebesatzes, also bei 500 % beispielsweise mit 5,0, multipliziert wird. Anschließend ergibt sich die durch den Gewerbeschein verpflichtende Zahlungssumme.

Das musst du für deinen Gewerbeschein bedenken

Rund um die Gewerbeanmeldung handelt es sich um eine amtliche Bestätigung, die dich zum Betreiben eines eigenen Gewerbes berechtigt. Wenn du ein Gewerbe ohne Gewerbeanmeldung betreibst, machst du dich strafbar und musst in dieser Hinsicht mit einem Bußgeld rechnen. Zum Erhalt deines persönlichen Gewerbescheins musst du in deinem Anmeldeformular einige persönliche und betriebliche Details angeben. So wird der Umfang deiner Tätigkeit transparent.

Achte bei den Angaben für deine Gewerbeanmeldung darauf, dass diese noch Potenzial für inhaltliche Erweiterungen deiner Beschäftigung lassen. So kannst du dich auch ohne die Anpassung oder Neubeantragung eines Gewerbescheins weiterentwickeln und deine geschäftlichen Tätigkeiten ergänzen. Während der Beantragung hast du zudem die Chance, dein Gewerbe zu spezifizieren. So wird beispielsweise zwischen Haupt- und Nebengewerbe unterschieden, was sich wiederum direkt auf deine Absicht zur Gewinnerzielung auswirkt. Hier hast du noch mehr Infos zum Thema nebenberuflich selbstständig.

Welche Pflichten ergeben sich mit dem Gewerbeschein?

Für Selbstständige gibt es neben dem Erhalt eines Gewerbescheins zudem die Verpflichtung, zu einem Teil der Industrie- und Handelskammer zu werden. Gleiches gilt für die Verpflichtung zur Zahlung von Gewerbesteuer, die je nach Höhe des Einkommens bemessen wird. Wer im Vorhinein die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, ist hingegen von der Zahlungsverpflichtung ausgeschlossen, darf jedoch auch keine Umsatzsteuer abführen und diese auf Rechnungen aufweisen. In Verbindung mit dem Gewerbeamt lassen sich daher alle wichtigen Fragen klären, um gewerblich abgesichert zu sein und die Gewerbeanmeldung problemlos durchzuführen.

Die Bezeichnung des konkreten Gewerbes

Wer an dieser Stelle seine Tätigkeit nicht der Gruppe der freien Berufe zuordnen kann, kommt um die Gewerbesteuer und somit auch um die Gewerbeanmeldung nicht herum. Um sich zur eigenen Verpflichtung zu informieren und die gewerbliche Tätigkeit richtig auszuführen, bietet sich auf Wunsch auch eine rechtliche Beratung an. In der Regel kann sich die Steuer- und Rechtsberatung selbst um die Beantragung des Gewerbescheins kümmern und die gesamte Anmeldung beim Gewerbeamt übernehmen. So entsteht rund um die Gewerbeanmeldung kein zusätzlicher Aufwand mehr, wodurch es nicht zu Fehlern während der Beantragung kommen kann.

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