Wichtige Finanztipps für Startups und Kleinunternehmer

Alessia Pewnew 24. August 2017 0
Wichtige Finanztipps für Startups und Kleinunternehmer

Gründen ist in. Viele Arbeitnehmer, aber auch Auszubildende und Studenten träumen vom eigenen Startup. Flexible Arbeitszeiten, hohe Verdienstspannen, das sind die Versprechen. 60-Stunden-Wochen und ein Leben am Existenzminimum, so sieht oft die Realität aus. Doch mitunter lohnt sich der Aufwand. Erfolg mit einem eigenen Unternehmen zu haben bedeutet für dich allerdings auch, einige grundsätzliche Regeln zu befolgen – gerade zu Beginn der Gründerzeit.

672.000 Unternehmensgründungen wurden allein im letzten Jahr in Deutschland erfasst. Dies ist fast die Hälfte der Neugründungen, die noch zur Jahrtausendwende zu verzeichnen war. Während die Politik über die Gründe für die rückläufigen Zahlen diskutiert und Abgaben sowie Bürokratie für diese Entwicklung verantwortlich macht, kämpft der einzelne Jungunternehmer um das nackte Überleben.

Infografik Startups Deutschland

Infografik: Statistik und Zahlen zu Unternehmensgründungen in Deutschland.

Und auch wenn die Gründe für das Scheitern des Unternehmens natürlich mit der Marktkonkurrenz zu tun haben, oft tragen Jungunternehmer ihren Teil dazu bei, dass der gewünschte Erfolg ausbleibt, weil sie grundsätzliche Regeln missachten, die für den Unternehmenserfolg gerade in der Gründerzeit unabdingbar sein. Doch welche sind dies?

Das Geschäftskonto: weniger Bürokratie, klare Trennung

Viele Jungunternehmer verzichten darauf, ein eigenes Firmenkonto zu beantragen, und dies aus gutem Grund: Immerhin ist es für dich als Gründer attraktiv, die Einnahmen direkt auf dem Privatkonto zu verbuchen, gerade wenn beispielsweise kein Personal bezahlt werden muss, die Ausgaben gering sind und der Umsatz de facto dem Gewinn entspricht.

Die Regel ist dies aber nicht und Banken sehen es gar nicht gerne, wenn du das Privatkonto für unternehmerische Zwecke missbrauchst. Zwar sind bis auf Kapitalgesellschaften keine Unternehmen dazu verpflichtet, ein Geschäftskonto zu unterhalten, langfristig lohnt sich dies aber bereits als Kleinunternehmer.

Denn auch hier fällt irgendwann die Steuererklärung an, und dann wird es meist schwierig, Ein- und Ausgaben zu trennen und Nachweise wiederzufinden, wenn sich Unternehmensbelege zwischen Buchungen für den letzten Supermarkteinkauf verstecken.

Tipp: Du solltest auch als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto führen! Dies spart viel Verwaltungsaufwand bei der Steuererklärung. Teuer muss ein Geschäftskonto übrigens nicht sein. Über Vergleichsportale wie firmendo.de sind günstige Geschäftskonten schnell gefunden.

Die Steuern: ungeliebt, aber unbedingt notwendig

Die Buchhaltung ist vielen Unternehmern ein Graus. Verständlich, denn für gewöhnlich kostet dich diese Arbeit viel zeit, bringt aber kein Geld ein. Ganz im Gegenteil, die Buchhaltung ist vor allem für die Steuererklärung relevant. Und dies ist der springende Punkt.

Viele Jungunternehmer vernachlässigen ihre kaufmännischen Pflichten, bis Anfang Juni ein Brief vom Finanzamt im Briefkasten liegt und die Zeit urplötzlich knapp wird. Denn die Frist zur Abgabe der Steuererklärung für das vergangene Jahr endet am 31. Mai.

Wer die Buchhaltung bis dahin stets zur Seite geschoben hat, muss sich nun durch Berge von Akten wühlen, verschlampte Belege wiederfinden und ganz nebenbei auch noch arbeiten. Gut, dass es Steuerberater gibt. Doch auch diese können dir dann kaum noch helfen und halten dich mit sekündlichen Anrufen auf Trab, weil wieder einmal ein Dokument nicht aufgefunden werden kann.

Tipp: Entweder selbst wöchentlich deine Bücher ordnen oder diese lästige Aufgabe an einen Steuerberater übertragen. Die Kosten schmerzen zwar in der Anfangszeit, bereits nach einem Jahr wirst du über diesen Schritt aber froh sein. Denn wer möchte sich schon mit dem Finanzamt anlegen?

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Die Rücklagen: sparen, sparen, sparen

Bei den Rücklagen scheiden sich die Geister. Denn hier gibt es zwei Philosophien: Während die einen jeden erwirtschafteten Cent in das Unternehmen stecken, um den Aufbau des Unternehmens möglichst schnell voranzutreiben, sind andere darauf bedacht, so schnell es geht, Rücklagen zu bilden und das Firmenkapital zu erhöhen.

Um es einfach zu machen: Schnellstmöglich das Firmenkapital aufzustocken ist grundsätzlich die richtige Entscheidung. Abgesehen davon, dass hin und wieder unvorhergesehene Ausgaben durch defekte Drucker und Co. entstehen können, die man womöglich noch aus der „Portokasse“ entnimmt, können Zahlungsausfälle oder rechtliche Streitigkeiten schnell ins Geld gehen und das gesamte Unternehmen gefährden.

Tipp: Auch, wenn es nur kleinere Beträge sind, in extremen Notfällen wirst du über jeden Cent froh sein, den du gespart hast. Wie du Rücklagen bildest, das musst selbst entscheiden. Entweder parkst du das Geld auf deinem Geschäftskonto oder du suchst besser verzinste Alternativen wie das Tagesgeldkonto. Prüfe hierbei aber immer die Verfügbarkeit und wie schnell du im Bedarfsfall an dein Geld gelangen kannst.

Von Unternehmen und Startups…

Ganz modern wirst du dich mit deinem jungen Unternehmen wahrscheinlich gerne als „Startup“ bezeichnen wollen. Der Terminus „Kleinunternehmer“ klingt letztlich veraltet und wer mit einer innovativen Idee auf den Markt kommt, der möchte sich auch modern und zukunftsorientiert präsentieren.

Wusstest du aber, dass der Begriff „Startup“ eigentlich eine Bezeichnung für neugegründete Internet-Unternehmen ist? Und dass dieser Titel mit dem Siegeszug des Internets entstand und eigentlich Unternehmen anspricht, die zwar existierten, aber eigentlich gar nicht so wirklich wussten, wie sie mit ihrer Idee Geld verdienen können?

Und dazu möchtest du gewiss nicht zählen. Bevor du dich also in den Startup-Dschungel begibst, solltest du vorab klären, ob du überhaupt eine profitable und innovative Geschäftsidee mitbringst. Kurzum: Besitzt du einen fundierten Businessplan?

Video: Fünf Schritte braucht es, um von der Idee bis zum rechtskonformen Unternehmen zu gelangen.

Verabschiede dich zudem von den ganz großen Ideen. Das Internet ist überflutet von den großen Erfolgsgeschichten junger Unternehmer, die in kürzester Zeit ein Unternehmen aufbauten, das etliche Millionen wert war. Denke daran, dass die Erfolgsgeschichten von Facebook, YouTube und Instagram nicht die Regel, sondern die Ausnahme darstellen.

Es ist also keine Schande, ein kleines, aber laufendes Geschäft zu unterhalten. Womit wir bei der wichtigsten Regel für Jungunternehmer wären: Wenn es einmal eng wird, nicht gleich den Kopf in den Sand stecken!

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