Finanzbuchhaltung – darauf kommt es an

Hendrik Kehres 05. Mai 2020 0
Finanzbuchhaltung – darauf kommt es an

Um die Geld- und Leistungsströme eines Unternehmens möglichst vollständig im Blick zu behalten, kommt es auf eine strukturierte Finanzbuchhaltung an. Diese ist erforderlich, um die eigenen Tätigkeiten und Aufgaben der täglichen Arbeit in Zahlen zu erfassen und die Gewinn- und Verlustrechnung mit der Buchhaltung einheitlich zu gestalten. Doch worauf kommt es im Bereich der Finanzbuchhaltung genau an und was macht diesen Bereich so wichtig? 

Inhaltsangabe

1. Was ist die Finanzbuchhaltung?

2. Wer ist zur Finanzbuchhaltung verpflichtet? 

3. Welche Rechnungsperiode gilt er zu beachten? 

4. Aufgaben der Finanzbuchhaltung

5. Unterschied zwischen Betriebs- und Finanzbuchhaltung 

6. Fazit

Definition - Was ist die Finanzbuchhaltung?

Eine vollwertige Finanzbuchhaltung verfolgt das Ziel, das Gesamtergebnis eines Unternehmens zu ermitteln. Anhand der aktuellen Vermögensverhältnisse in der Buchhaltung wird ermittelt, wie Gewinne und Verluste in der Rechnungsperiode aussehen und welche Entwicklung während des Zeitraums zu erkennen ist. So lässt sich eine möglichst konkrete Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen, die auch für die weitere Erfassung der Bilanz relevant ist.

Wichtig sind bei der Finanzbuchhaltung die Kriterien der chronologischen Reihenfolge der Belege und Komponenten sowie die sachliche Ordnung anhand des unternehmerischen Vorgangs. Auf Basis der Finanzbuchhaltung lässt sich anschließend ein konkreter Jahresabschluss erfassen, über den sich die Gesamtsituation sowie die aktuelle Steuerbelastung rund um die jährliche Buchführung ergibt.

Wer ist zur Finanzbuchhaltung verpflichtet?

Grundsätzlich ist die Finanzbuchhaltung für die meisten Unternehmen festgeschrieben. Lediglich Freiberufler und Gewerbetreibende mit einem Gewinn von weniger als 60.000 € oder einem Umsatz von weniger als 600.000 € sind von der Pflicht zur Buchführung ausgenommen. Bis 2015 lag dieser Wert bei 50.000 € Gewinn sowie bei 500.000 € Umsatz, was sich entsprechend der neuen Erfassungen zur Finanzbuchhaltung jedoch verändert hat. Abgesehen von dieser kleinen Gruppe ist diese Form der Buchhaltung für jeden relevant und verpflichtend.

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Welche Rechnungsperiode gilt es zu beachten?

Als Rechnungsperiode wird grundsätzlich der Zeitraum zwischen zwei Abschlüssen bezeichnet. Zu diesem Bereich gehören verschiedene Abschlüsse, wozu einerseits der Jahresabschluss zählt, aber andererseits auch die Quartals- und Monatsabschlüsse gehören. Dementsprechend variiert die Rechnungsperiode je nach aktueller Situation und macht es möglich, den Zeitraum zwischen Eröffnungs- und Schlussbilanz möglichst genau im Blick zu behalten. Um die Finanzbuchhaltung anhand der entsprechenden Rechnungsperiode richtig durchzuführen, sollte auf die folgenden drei Regeln geachtet werden:

1) Jeder Geschäftsvorteil muss einer Rechnungsperiode zugeordnet werden

In der festen Rechnungsperiode werden alle Geschäftsvorfälle zur Buchhaltung erfasst. Hierbei kommt es auf eine lückenlose Darlegung an, um eine Beeinflussung des Unternehmenshaushaltes zu vermeiden und eine richtige Einordnung auf allen Konten zu bieten.

2) Buchungen geschlossener Rechnungsperioden sind in der Buchhaltung unveränderbar

Nach einem Monat oder einem Quartal wird die Buchhaltung abgeschlossen. Somit können die bereits getätigten Buchungen nicht mehr verändert werden. Sollte die Rechnungsperiode innerhalb der Finanzbuchhaltung noch offen sein, steht einer Anpassung nichts im Weg.

3) Die Übermittlung an das Finanzamt erfolgt anhand fester Fristen

Die Finanzbuchhaltung einer geschlossenen Rechnungsperiode wird an die Steuerkanzlei oder direkt an das Finanzamt weitergeleitet. Die Buchhaltung muss an dieser Stelle immer bis zum 10. Tag des Monats an das Finanzamt übermittelt werden, wenn keine Dauerfristverlängerung vorliegt.

Die vielfältigen Aufgaben der Finanzbuchhaltung

Innerhalb der Finanzbuchhaltung gibt es einige beachtenswerte Aufgaben, die aus Sicht der Unternehmer regelmäßig durchgeführt werden sollten. Nur so lässt sich die Buchführung möglichst vollständig durchführen, ohne dass sich durch die Anwendung und Erfassung der Finanzen Schwierigkeiten ergeben. Die folgenden Aufgaben sind innerhalb der Finanzbuchhaltung daher entscheidend, um eine vollständige Prüfung zu ermöglichen:

Bei einer ganzheitlichen Durchführung dieser Faktoren entsteht durch die Finanzbuchhaltung kaum zusätzlicher Aufwand. So wird es immer möglich, die betrieblichen Veränderungen im Blick zu behalten und über die eigenen Zahlungsverpflichtungen informiert zu sein. In dieser Hinsicht ist eine korrekte Buchhaltung der Finanzen nicht nur für das Finanzamt relevant, sondern allem für die Einschätzung deiner eigenen wirtschaftlichen Lage.

So unterscheiden sich Betriebs- und Finanzbuchhaltung

Sowohl die Betriebs- als auch die Finanzbuchhaltung sind Teil des betrieblichen Rechnungswesens. Dennoch liegt der Fokus in der Finanzbuchhaltung auf aktuellen Beständen und aktiven Strömen, die zu einer Bilanzierung führen können. Dieser Teil der Buchhaltung erfolgt an dieser Stelle extern. Im Vergleich dazu wird die Betriebsbuchhaltung intern verwaltet, wobei es zur Erfassung von Kosten und Leistungen geht. So sind beide Zweige voneinander abhängig, weshalb zu einer vollständigen Umsetzung im Bereich der Finanzbuchhaltung auch die betriebliche Rechnung erforderlich ist.

Mit der richtigen Buchhaltung auf der sicheren Seite

Wer alle laufenden Geschäftsvorfälle im Blick behält, hat während der Buchhaltung keine Schwierigkeiten. Sowohl für das Finanzamt als auch für die eigene Transparenz im Unternehmen wird auf diese Weise die nötige Informationslage geboten, um finanziell nicht überrascht zu werden. Mit einer gelungenen Finanzbuchhaltung bist du auf diese Weise abgesichert und behältst im Bereich der monatlichen Buchführung die Kontrolle. Sollte es im weiteren Verlauf zu Schwierigkeiten in der Erfassung und Abrechnung für die Finanzbuchhaltung geben, lassen sich die Prozesse natürlich mit einem Steuerberater optimieren. In der Regel funktioniert die Finanzbuchhaltung jedoch auch so.

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