Dein Startup als Marke – Erfolg durch Einzigartigkeit

Julius Pankoke 03. August 2016 1
Dein Startup als Marke – Erfolg durch Einzigartigkeit

Wir leben in einer aufregenden Zeit für Entrepreneure. Die Startup Szene wächst konstant. Immer neue Ideen und Konzepte werden umgesetzt. Gerade auf augenscheinlich etablierten Märkten finden sich vermehrt Gründer, die es besser machen wollen. Sie sind mit modernsten Technologien groß geworden und erkennen häufig ganz neue Lösungsmöglichkeiten. Durch die schiere Menge an Startups, die sich auf den Märkten tummeln, ist es allerdings auch schwerer geworden, als individuelles Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen. Zwischen etablierten Großunternehmen mit ganzen Marketingabteilungen und mit Millionen an Risikokapital ausgestatteten VC-Startups, ist es als normaler Gründer fast unmöglich sich mit klassischen Mitteln durchzusetzen.

Wie kann man sich trotzdem auf dem Markt behaupten? Eine Chance für dich ist das Branding. Du baust um dein Unternehmen und deine Produkte eine Marke auf, die bei Kunden Vertrauen und Kaufwillen auslöst. Das klingt weitaus einfacher als es ist. Was du brauchst, um aus deinem Startup eine erfolgreiche Marke zu machen, schauen wir uns jetzt an.

Die eigene Identität finden

Schon an diesem ersten Schritt scheitern viele Neugründer. Sie denken, es ist mit dem Festlegen eines klangvollen Namens und dem Entwurf eines Corporate Logos schon getan. Doch es geht nicht darum zu sagen, dass dein Startup der innovativste und beste Anbieter für dein Produkt ist. Das versteht sich von selbst. Das Ziel ist vielmehr, ein zusammenhängendes Konzept für das Unternehmen zu entwerfen. Man spricht dabei von „Storytelling“. Deine Story sollte über drei Eigenschaften verfügen:

Einzigartigkeit

Sei nicht der millionste Startup-Gründer, der sich damit zu profilieren versucht, dass er Corporate-Müsli und Corporate-Club-Mate für seine Mitarbeiter bereitstellt. Das ist mittlerweile Industriestandard und nichts, was deine Kunden besonders beeindrucken wird. Finde etwas nie oder selten da gewesenes. Beispiel: Googles Förderung von Mitarbeiter-Startups.

Einprägsamkeit

Deine Story sollte nicht überkompliziert sein. Alle Aktivitäten zu Markenbildung sollten einem klaren Motto folgen. Wenn du dein Motto nicht in einem Satz erklären kannst, ist es zu kompliziert. Beispiel: SpaceX’s Missionstatement – Die Besiedlung des Mars.

Emotionalität

Was auch immer deine Marke repräsentiert, sie muss eine Emotion beim Kunden hervorrufen. In den meisten Fällen sollte das eine positive Emotion sein (Vertrauen, Stolz, Freude, Staunen usw.). Gelingt es dir, eine dieser Emotionen bei deinen Kunden hervorzurufen, wird dein Unternehmen/Produkt in den Köpfen immer mit der Emotion in Verbindung gebracht. Beispiel: Facebooks ganzes Konzept dreht sich um Freundschaft.

Dem Unternehmen ein Gesicht geben

Niemand unterhält sich gerne mit einem Logo. Es fällt uns auch viel schwerer, eine Beziehung zu einer abstrakten Marke aufzubauen, als zu einem Menschen. Um dieses Problem zu umgehen, haben sich viele der großen Unternehmen eines Tricks bedient. Etabliert man nämlich seine Marke über eine Person, gibt das Menschen einen Bezugspunkt für ihre Emotionen und sie bauen schneller Vertrauen auf. Ob nun Steve Jobs für Apple, Bill Gates für Microsoft oder Elon Musk für Tesla, es sind diese Personen, die wir uns vorstellen, wenn über die Marke geredet wird.

Als Startup-Gründer hast du wahrscheinlich weder das Geld, noch das Publikum für riesige Keynotes. Aber selbst mit geringen Mitteln kann man diesen Effekt nutzen. Du solltest innerhalb des Unternehmens nach jemandem suchen, der die Story deines Unternehmens am besten verkörpert. Achtung: Falls du es selbst machen willst, sei dir sicher, dass du die Zeit und das Durchhaltevermögen hast, denn du wirst konstant damit beschäftigt sein.

Wenn du das Gesicht des Unternehmens gefunden hast, wird es Zeit die gesellschaftliche Etablierung dieser Person. Social Media Accounts sollten personalisiert sein, sodass Posts und Antworten von einer Person kommen statt von einem Logo. Dein Markenbeauftragter sollte sich auch auf entsprechenden Networking-Events bewegen und so von anderen Marktteilnehmern als Gesicht deines Business wahrgenommen werden. Eine Marke sollte nämlich nicht nur für die Kommunikation und das Marketing mit Konsumenten genutzt werden, sondern auch im B2B-Bereich.

Konsistenz in allen Channels

Viele Unternehmen machen einen Fehler, wenn sie den Aufbau einer Marke als ein One-Time-Event ansehen. Es wird eine große Menge Geld in eine Werbeaktion investiert, um die Marke aufzubauen. Wurde das Event erfolgreich abgeschlossen, sehen viele Gründer ihre Arbeit als beendet an. Das widerspricht allerdings dem primären Ziel, das mit der Markenbildung verfolgt wird: Vertrauen aufbauen. Kunden haben ganz unterschiedliche Arten, auf welchem Weg und wie schnell sie Vertrauen aufbauen. Es gibt natürlich Kunden, die ihr Vertrauen schon nach der ersten Werbung oder dem ersten Kauf in das Unternehmen setzen. Neben diesen Kunden gibt es allerdings auch jene, bei denen mehr Arbeit und Zeit investiert werden müssen – mit dem Vorteil, dass in der Regel ein zur Marke loyaler Kundenstamm aufgebaut wird, der sie sich nicht schnell wieder umstimmen lässt. Im Falle des zeitlich begrenzten Markenaufbaus fallen genau diese Kunden weg, denn es wird ihnen nicht ermöglicht, das nötige Vertrauen aufzubauen.

Um das zu verhindern solltest du auf Konsistenz bedacht sein. Plane deine Ressourcen so, dass du konstant am Aufbau deiner Marke arbeiten kannst. Hierbei hilft wieder, einen Markenbeauftragten zu bestimmen. Neben der zeitlichen Konsistenz ist es besonders wichtig, dass die Message konsistent ist. Wenn du deine Marke richtig rüberbringen willst, dann werde zum Fels in der Brandung. Nichts zerstört Vertrauen beim Kunden so sehr wie das hin- und herwechseln zwischen Positionen. Ein Startup kann zum Beispiel nicht für Nachhaltigkeit Werbung machen und dann billig produzierte Ware aus Südostasien anbieten. Um solche Skandale zu vermeiden muss deine Marke zu etwas werden, hinter dem du und dein Unternehmen stehen. Versuch nicht dem Kunden etwas vorzuspielen. Über kurz oder lang kommen solche Sachen immer ans Licht und schädigen dein Geschäft.

Fazit: Eine einzigartige Marke ist ein Muss!

Der Aufbau einer eigenen Marke ist für Startups kein „Kann“ mehr, sondern schon lange ein „Muss“. Falls du kein Einhorn bist, wirst du dich auf anderem Wege von deiner Konkurrenz unterscheiden müssen. Die eigene Marke ist dafür super geeignet, da sie das wichtigste Gefühl beim Kunden hervorruft: Vertrauen. Versuche deine Marke nicht zu etwas zu machen, was sie nicht sein kann. Ehrlich währt am längsten – und bringt Kunden.

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