Anlagevermögen vs. Umlaufvermögen: Wo liegt der Unterschied?

Julian Moeser 12. Februar 2015 1
Anlagevermögen vs. Umlaufvermögen: Wo liegt der Unterschied?

Als Unternehmer ist es wichtig zu wissen, welche Vermögensarten existieren. Allerdings ist vielen der Unterschied, bzw. die genaue Differenzierung der verschiedenen Arten, wie z.B. zwischen dem Anlagevermögen und dem Umlaufvermögen, nicht mehr ganz präsent. Hier gibt es eine kleine Auffrischung.

Was fällt unter den Begriff Anlagevermögen?

Unter dem Anlagevermögen werden alle Vermögensgegenstände bezeichnet, welche im Unternehmen dauerhaft, also über einen längeren Zeitraum beim Geschäftsbetrieb dienlich sind (§247 Abs. 2 HGB).

Grundsätzlich wird das Anlagevermögen in die drei Bereiche unterteilt: immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen.

Folgende Vermögensgegenstände sind dem Geschäftsbetrieb dienlich und deshalb dem Anlagevermögen zuzuschreiben:

  • Maschinen
  • Konzessionen
  • Geschäftsausstattung
  • langfristige Geldanlagen

Wie unterscheiden sich Umlaufvermögen und Anlagevermögen?

Das Gegenteil des Anlagevermögens ist das sog. Umlaufvermögen. Dazu gehören u.a. kurzfristige Geldanlagen und Vermögensgegenstände, die einer hohen Fluktuation unterliegen. Das Umlaufvermögen ist daher nur für sehr kurze Zeit ein Teil des Unternehmens.

Unterschieden wird das Umlaufvermögen in die Bereiche liquide Mittel, Vorräte, Forderungen, Wertpapiere und sonstige Vermögensgegenstände.

Nachfolgend drei klassische Beispiele für das Umlaufvermögen:

  • Rohstoffe
  • Hilfsstoffe
  • Barbestände

Was ist eine Anlagenintensität?

Die Anlagenintensität bezeichnet den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen. Abhängig von der Branche und den verwendeten Produktionsverfahren im Unternehmen kann die Anlagenintensität schwanken. Je höher der Anlagenintensitäts-Wert, desto mehr Kapital ist langfristig gebunden. Mit einer hohen Anlageninstensität werden kurzfristige Investitionen für ein Unternehmen nur schwer realisierbar.

Die Formel zur Berechnung der Anlagenintensität:


Anlagevermögen / Gesamtvermögen * 100


Was ist eine Umlaufvermögensintensität?

Die Umlaufvermögensintensität ist der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen. Je höher der Umlaufvermögensintensitäts-Wert, desto mehr Kapital ist kurzfristig verfügbar.

Die Formel zur Berechnung der Umlaufvermögensintensität:


Umlaufvermögen / Gesamtvermögen * 100


Abnutzung und Verbrauch vom Anlagevermögen (Abschreibung)

Unterschieden wird bei der Abschreibung des Anlagevermögens zwischen der planmäßigen und der außerplanmäßigen Abschreibung. Sofern das Anlagevermögen eine begrenzte Nutzungsdauer hat, unterliegt es der planmäßigen Abschreibung (§253 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB).

Unter bestimmten Umständen sind jedoch auch außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund des gemilderten Niederstwertprinzips (§253 Abs. 3 Sätze 3 und 4 HGB) möglich.

(Quelle).


Außerdem gut zu wissen: Unter Umständen können Teile des Anlagevermögens unter die geringwertigen Wirtschaftsgüter fallen!


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1 Kommentar

  • […] einer Kapitalgesellschaft ist meistens die Stammeinlage. Das ist Eigenkapital und kein Umlaufvermögen. Es finanziert nicht die laufenden Tätigkeiten. Das Eigenkapital gibt den buchhalterischen Wert […]

Was denkst du?

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