Amortisationsrechnung - Wie funktioniert die Amortisationsrechnung?

Hendrik Kehres 22. April 2020 0
Amortisationsrechnung - Wie funktioniert die Amortisationsrechnung?

In dem Themenspektrum einer Investition im Unternehmen taucht gleichzeitig der Begriff Rückfluss und die Amortisationsrechnung auf. Insbesondere die Amortisationsrechnung soll eingehender beschrieben werden, damit die Zusammenhänge zwischen einer Investition, dem Rückfluss und der Amortisationsrechnung klarer wird.

Inhalt

1. Definition: Was ist die Amortisationsrechnung?

2. Formel: Wie funktioniert die Amortisationsrechnung?

3. Rechenbeispiel für die Amortisationsrechnung

4. Ist die Amortisationsrechnung sinnvoll?

Definition - Was ist die Amortisationsrechnung?

Die Amortisationsrechnung ist eigentlich ein recht einfache Berechnung um aufzuzeigen, wann eine Anschaffung eines Objektes sich lohnen wird. Denn die Anschaffung bedeutet Kosten. Damit diese jedoch getilgt werden, braucht ein Unternehmen Erträge, die mit dieser Anschaffung erzielt werden sollen. Wenn die summierten Erträge die Anschaffungskosten übersteigen, ab dann ist sie kaufmännisch lohnenswert.

Was heißt eigentlich Amortisation und was bedeuten Amortisationsdauer und Amortisationszeit?

Die Amortisation bedeutet im Bezug auf eine Investition im Unternehmen die Amortisationszeit, wann die Aufwendungen für eine Investition durch Erträge beziehungsweise Einnahmen gedeckt sein werden. Um es einfacher zu formulieren, ist das die Amortisationsdauer, die die Investition anschließend positiv werden lässt. Mit der Amortisationszeit und Amortisationsdauer darfst du allerdings nicht verwechseln, dass du bereits genügend liquide Mittel im Unternehmen hast, um dir die Investition überhaupt leisten zu können. Denn die Bezahlung der Objekte wird anders gehandhabt. Hier gilt es die Investition in Vorkasse oder in Teilbeträgen zu zahlen. Oftmals musst du sogar einen Kredit aufnehmen, da die Anschaffung notwendig ist und du nicht abwarten kannst.

Die Amortisationsdauer und Amortisationszeit werden im Übrigen nicht nur bei einer wirtschaftlichen Investition betrachtet, sondern auch bei den Rechtswissenschaften und in der Energietechnik. Diese werden hier jedoch nicht weiter fokussiert.

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Formel - Wie funktioniert die Amortisationsrechnung?

Die nachstehende Formel soll dir anschaulich zeigen, wie du die Amortisationszeit beziehungsweise Amortisationsdauer richtig berechnen kannst. Das bedeutet, dass es zwei verschiedene Betrachtungsweisen gibt. Die erste ist bezogen auf das gebundene Kapital und den dazugehörigen Erträgen, die als Rückfluss angesehen werden können. Bei der zweiten Berechnung ist die Amortisationszeit bezogen auf die Investitionszeit dynamisch zu definieren. Hier wird der Gewinn nach Abschreibungen und die kalkulatorischen Zinsen einbezogen, die zu zahlen sind. Die Formeln lauten wie folgt:

1. Amortisationszeit (in Jahren) = Kapital / Ertrag (je Jahr)

2. Amortisationszeit (in Jahren) = Anschaffungskosten / Gewinn im Durchschnitt (je Jahr)

Hast du kleinere Anschaffungen, die du gerne monatlich betrachten möchtest, geht dies selbstverständlich auch. Der Rückfluss in Form von Ertrag beziehungsweise durchschnittlicher Gewinn ist dementsprechend monatlich in die Formel einzutragen. Du musst dann allerdings die Zinsen monatlich herunterbrechen, da in der oben genannten Formel die jährlichen angegeben sind. Dies ist konform mit den Krediten, die du für die Aufwendung aufnehmen würdest.Rechenbeispiel für die Amortisationsrechnung

Rechenbeispiel für die Amortisationsrechnung

Damit für dich die Formel einfacher zu verstehen ist, werden anschließend in der Formel Beispielwerte und der Rückfluss je Jahr eingetragen, die beispielsweise eine Anlage im Maschinenbau hat:

1.200.000,- EURO (Einkaufspreis der Anlage) / 750.000,- EURO (Erträge bzw. Rückfluss im Jahr) = 1,6 Jahre als Amortisationsdauer.

Das bedeutet also, dass der gesamte Rückfluss Plus Minus Null nach 1,6 Jahren erreicht ist. Da das Dezimalzahlen sind, bedeutet das umgerechnet, dass du ein Jahr und etwas mehr als 7 Monate für den gesamten Rückfluss brauchst. Danach wirst du dieselben Gewinne erzielen und sogar direkt behalten können, wenn die Anlagen in der gleichen Geschwindigkeit und Effektivität immer noch arbeiten werden.

Ist die Amortisationsrechnung eine sinnvolle Methode?

Die Amortisationsrechnung ist wichtig, um jede einzelne Investition als sinnvoll und auch planbar richtig einzuschätzen. Das Sinnvolle und Planbarer an deiner Investition bedeutet, wann ist ein Rückfluss in der Praxis zu erwarten. Denn wird zum Beispiel ein Fuhrpark erneuert, sollte es immer zum richtigen Zeitpunkt sein. Dieser sollte natürlich gut im Schuss sein, aber es müssen nicht nur nagelneue Autos dort stehen, die eventuell ungenutzt nur herumstehen. Das Unternehmen sollte die Investition gut verteilen und nach Bedarfen in einzelnen Abteilungen vollziehen und streuen.

Die Amortisationsdauer ist zudem deswegen wichtig zu berechnen, um zu sehen, ob sich beispielsweise eine Anschaffung einer Anlage in der Produktion überhaupt lohnt. Denn ist der monatliche beziehungsweise jährliche Rückfluss zu gering und dementsprechend die Amortisationsdauer zu lang, kann es eine unattraktive Investition sein. Denn es sind parallel viele andere laufende Kosten zu betrachten, die ein Unternehmen im Produktionsprozess belasten. Die Möglichkeiten und Marktnotwendigkeiten sind hingegen manchmal gegensätzliche Einflüsse, die die Geschäftsführung trotzdem zu einer Kaufentscheidung bewegen könnten. Gerade diese letzten widersprüchlichen Betrachtungen machen deutlich, dass eine Amortisationsrechnung für sich gut ist, aber immer nur einen Teil der Gesamtentscheidung für oder gegen eine Investition abdecken kann.

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