Businessplan Teil 2 – Wozu? Wer hilft?

Vor jeder großen Veränderungen im Unternehmen und am Markt, sei es die Gründung, sei es eine Neuprodukteinführung oder Expansion, wird geraten einen Businessplan zu erstellen.
Dies mag dem ein oder anderen von Euch als Zeitverschwendung erscheinen, weil die Geschäftsgründung klein oder das Neuprodukt scheinbar keine große Sache ist. Denkt man sich allerdings tiefer in den Markt und das eigene Angebot, und nichts Anderes ist für den Businessplan erforderlich, so kann man oft Punkte zutage fördern, die bisher noch nicht bedacht wurden.


Wozu einen Businessplan?
Nach einer guten Idee (dazu mehr im letzten Eintrag), hilft der Businessplan mit detaillierten Fragen zu Markt, Mitbewerbern, Marketing und Kostenkalkulationen einen tiefen Einblick in die eigene Unternehmenssituation und den Markt zu erlangen, gibt damit Entscheidungsstabilität und hilft weitere Ideen zu fördern. Der Businessplan ist daher zunächst ein Fahrplan durch die eigene Start und Aufbauphase.
Tipp: Der Businessplan entwickelt sich genauso dynamisch wie das Unternehmen. Er sollte nicht statisch angelegt und vergessen werden, sondern kann immer wieder aktualisisert werden.

Unternehmensinterne Festigung

Langfristig gesehen, dient der Businessplan als Orientierungshilfe für Unternehmer und Mitarbeiter, denn es werden die Ausrichtung des Unternehmens, Ziele und Strategien formuliert und es entsteht ein Leitsystem zur Unternehmensführung. Bei guter Pflege, kann der Businessplan nicht nur eine grobe Richtungsangabe sein, sondern hilft Soll-Ist-Vergleiche durchzuführen, Engpässe zu erkennen und eigene Ideen zu hinterfragen.

Präsentation nach Außen
Richtig aufbereitet und grafisch aufgehübscht, kann der Businessplan auch als Unternehmenspräsentation für Kundenkontakte verwendet werden. Und nicht nur die Unterlagen an sich wirken: Wer einen Businessplan ausarbeitet, weiß auch entsprechend viel über den Markt, über die eigene Unternehmung, Ziele, Strategien und Kostenplanungen und muss so kein Gespräch scheuen, sondern kann, im Gegenteil, mit Wissen trumpfen. – Das überzeugt.
Wichtig ist dies für mögliche Geldgeber, die zunächst wissen möchten, ob die zu finanzierende Unternehmung auch auf festen, meint planungssicheren, Füßen steht. Schließlich muss man die Geldgeber mit überzeugenden Konzepten und schlüssigen Kostenplanungen von dem eigenen Erfolg überzeugen. Denn Geldgeber investieren nur dann, wenn belegt werden kann, dass das geliehene Geld samt Rendite auch erwirtschaftet und zurückgezahlt werden kann.

Um von einem Businessplan profitieren zu können, sind nach der Ideeausarbeitung zunächst Fragen zu der gewünschten Unternehmensform zu beantworten. Einen ersten Überblick für Kleingründungen kann hier der Artikel zu Selbstständigkeit neben Studium und Arbeit geben. Neben einer eigenen Recherche ist es allerdings sinnvoll sich an die entsprechenden Beratungsstellen für Gründer zu wenden, die bei allgemeinen Informationen ebenso wie bei spezifischen Fragestellungen helfen.

Hier wird Dir geholfen
(1) Der Bund unterstützt Existenzgründer mit einer Vielzahl an Möglichkeiten: Über das BMWi-Existenzgründungsportal lassen sich umfangreiche Informationen zu Gründung, Businessplan etc einholen, verschiedenste Informationsbroschüren (die, ich nur empfehlen kann) bestellen und nicht zuletzt einen Businessplan online über eine Eingabemaske erstellen.
(2) Über das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie besteht ein enger Kontakt zu der KfW Mittelstandsbank, die unterschiedliche Förderprogramme für Neugründer etc. bietet. Hier bekommt man außer Förderkrediten bei Bedarf auch Beratung in Sachen Gründung und Gründungsfinanzierung.
(3) Für konkrete Ansprechpartner oder Gründerkurse gibt es in den meisten Großstädten auch Gründerzentren, Gründerinitiativen und natürlich bei der IHK, an die man sich wenden kann. Im Zweifelsfall erhält man die Kontakte z.B. über die Agenturen für Arbeit oder die Industrie- und Handelskammern vor Ort. Solche Gründerinitiativen beraten meist kostenlos und begleiten einen von der Konzeptentwicklung über den Businessplan bis zu den ersten Schritten des Unternehmens.

Dann mal viel Erfolg bei den ersten Schritten und wer noch nicht genug hat; hier gibt es noch mehr Informationen:




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